unterseite-1.jpg

850 Jahre Gründung des Klosters - Veranstaltungen


kindermünsterführer

Ruine der sog. Klosterscheune am 14. Februar 2021 (Martin Heider)

Der Überlieferung nach zogen die Mönche aus dem Kloster Amelungsborn am 1. März 1171 im heutigen Althof ein. Hintergrundinformationen zur Zeit der Klostergründung folgen im nächsten Newsletter. Im Rahmen des Klosterjubiläums laden wir zu folgenden Veranstaltungen ein:

1. März 2021, 18 Uhr - Abendandacht in der Kapelle Althof

2. Mai 2021, 14 Uhr - Ökumenischer Festgottesdienst in Althof mit Bischof Tilmann Jeremias

 

Einige Eckdaten für weitere geplante Veranstaltungen, zu denen pandemiebedingt noch keine verbindlichen Aussagen möglich sind:

1. Mai 2021 -Beginn des Festwochenendes mit Handwerkermarkt, Musik in bzw. an der Ruine der sog. Klosterscheune

17.-19. September 2021 Doberaner Klostertage

17. September - Konzert

18. September - Vorträge, Führungen

19. September - 9.30 Uhr Festgottesdienst im Doberaner Münster

 

 

Wöchentliche ökumenische Passionsandachten


LuebeckerKreuz DetailSchaf

Die Münstergemeinde und die anderen christlichen Gemeinden in Bad Doberan laden in der Passionszeit zu sieben besonderen Andachten immer donnerstags 18 Uhr ins Münster ein.


Jeweils am Donnerstag um 18:00 Uhr, beginnend am 18.2.2021 bis 1. April 2021, finden diese mit Musik gerahmten Gebete statt. Inhaltlicher Zusammenhang in diesen Andachten sind die Kreuzwegstationen Jesu, seine Schritte durch das Leiden bis zu seiner Kreuzigung.

Bis zum Abschluss dieser Andachtsreihe am Gründonnerstag besteht auf diese Weise die Möglichkeit, einen gemeinsamen Weg zu gehen und dabei auch das Leid unserer Zeit besonders in den Blick und ins Gebet zu nehmen

Auch die Einladungen zum Mittagsgebet (mittwochs, 12:00), zur Klimaandacht (freitags 13:30) und zum sonntäglichen Morgengebet (sonntags 9:30) bleiben weiterhin bestehen.


Pastor Albrecht Jax

 

 

Althof-Chronik-Buch und Ausstellung geplant


kindermünsterführer

Denn zum Orts-Geburtstag ist nicht nur ein Buch geplant. „Ab Mai soll es im Stadt- und Bädermuseum eine große Ausstellung geben“, blickt Leiterin Lisa Riess voraus. „Zunächst wird in Althof am 1. Mai der traditionelle Handwerkermarkt veranstaltet, am 2. Mai ist ein Gottesdienst in der Kapelle geplant – damit sich die Termine nicht überschneiden, könnte die Ausstellung in der zweiten Maiwoche eröffnet werden.“ Vorausgesetzt, die Entwicklungen in der Corona-Pandemie machen den Initiatoren nicht einen Strich durch die Jubiläums-Rechnung.

Im zweiten Quartal 2021 soll auch die Publikation vorliegen – ein ambitioniertes Ziel. „Nach mehreren Besuchen im Landeshauptarchiv in Schwerin ist die Datensammlung schon erheblich angewachsen“, sagt Martin Heider. Dabei besonders im Fokus: „Die Zeit zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert – die ist bislang ziemlich aus der Betrachtung herausgefallen.“ Hier gebe es tatsächlich ein „Loch in der Doberaner Geschichte“, bestätigt Andrea Gläwe: „Das trifft auf Althof auch zu.“

Nach seiner Auffassung ebenfalls ein Schwerpunkt: „Das 20. Jahrhundert“, meint Joachim Frenkel, der sich seit Jahren für die Entwicklung seines Wohnortes stark macht. „Die Abschaffung des Adels im Jahr 1919, die Kriegszeit bis 1945 und der Übergang Althofs nach Bad Doberan, die Bodenreform: Das haben wir ein bisschen auf unseren Schautafeln zur Natur, Bebauung und Geschichte dargestellt – aber natürlich nur in Bruchteilen.“

Es existierten Fotos, auf denen innerhalb der Ortschaft Baracken zu sehen sind, sagt Martin Heider. „Noch wissen wir nicht genau, wo sie genau standen und wofür sie genutzt wurden.“ Möglicherweise für die Heinkel-Flugzeugwerke im Rahmen des Reichsarbeitsdienstes und später als Unterkunft für Flüchtlinge [Anm.: Diese Frage ist mittlerweile geklärt. Dazu mehr im Buch sowie in einem der späteren Newsletter]: „Wir wollen, wenn möglich, mit alteingesessenen Althöfern ins Gespräch kommen und viele noch unbeantwortete Fragen klären.“ Im Fotoarchiv des Landkreises Rostock habe er darüber hinaus jede Menge Aufnahmen aus der LPG-Zeit gefunden, so Heider: „Und auch die Zeit nach der Wende gehört natürlich in unsere geplante Publikation.“

Ob Fragen zur Ziegelei, zum längst nicht mehr existenten Restaurant, zum geänderten Bachverlauf oder zu älteren Karten aufgeführten Windmühlen: „Es gibt noch so viel Material, das noch nicht erschlossen ist“, meint Joachim Frenkel. „Vielleicht findet sich ja der eine oder andere, der uns bei unserer Spurensuche behilflich sein kann.“

 

OSTSEE-ZEITUNG, Freitag, 30. Oktober 2020.


Historische Fotos und Pläne von Althof gesucht

Zur Vorbereitung des 850-jährigen Jubiläums suchen die Initiatoren historische Fotos und Texte. Ansprechpartner ist dafür:

Martin Heider

Münsterverwaltung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde

Klosterstraße 2

18209 Bad Doberan

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tel. 038203-779590

 

 

Die Historie der Kloster-Jubiläen – Das Jahr 1921


09+Mittelalterliche+Reste+Nordseitenschiff  

Bad Doberan mit seinem Stadtteil Althof, der Stelle der ersten Klostergründung, beging in den letzten 100 Jahren mehrere Kloster-Jubiläen bzw. Gedenken.

So gab es Jubiläumsveranstaltungen in den Jahren 1921 (750 Jahre) und 1971 (800 Jahre), basierend auf dem nicht eindeutig überlieferten Gründungsjahr 1171 im heutigen Althof. Die großen Feierlichkeiten 1986 (800 Jahre) und 2011 (825 Jahre) basieren auf dem Jahr der Neueröffnung des Klosters an heutiger Stelle im Jahr 1186, nachdem die Erstgründung einem Thronfolgekrieg zum Opfer fiel. Auf diese Frühzeit des Klosters soll heute nicht eingegangen werden, sondern auf das Jubiläum im Jahr 1921.

Damals beging Doberan mit diversen Feierlichkeiten und Veranstaltungen sein 750jähriges Jubiläum, im Verständnis eines Ortsjubiläums. Am 1. März, dem offiziellen Gründungstag des Klosters, fand um 10 Uhr ein Festgottesdienst mit Superintendent D. Kliefoth in der Kapelle zu Althof statt. Der Doberaner Kirchenchor sang. Abends 8 Uhr gab es im Rathaussaal zu Doberan einen Familienabend unter größter Beteiligung. Der Sängerbund sang unter Leitung des Lehrers Bura, der Kirchenchor unter Leitung von Organist Wierow. Es gab drei Ansprachen: 1. Doberan einst, 2. Doberan jetzt (Pastor Walter), 3. Doberan in Zukunft (Superintendent D. Kliefoth). Die Hauptfeier fand aufgrund der Witterung erst Anfang Juli statt.

Für den 1. März verfasste der Oberkirchenrat eine Grußbotschaft an die Gemeinde. Diese bezieht sich zunächst auf die Historie, um dann auf die Gegenwart zu kommen: „Aber wie die alte Kapelle zu Althof, so steht in hehrer Schöne, von kunstsinnigen Fürsten und Baumeistern gepflegt und verjüngt, in Doberan das alterhrwürdige Münster, und in beiden Gotteshäusern erschallt das lautere Gotteswort zur Erbauung der Gemeinde auf dem Grunde, der unbeweglich steht. Der allmächtige, ewigtreue Gott walte mit seinem gnädigen Schutz und Segen bis in fernste Zukunft über diese Stätten und lasse sie durch die Kraft des in ihnen verkündeten Evangeliums allezeit Quellorte freudigen Christenglaubens und Pflanzstätten christlicher Bekennertreue sein, dieser Erweisungen des heiligen Geistes, die wir in unseren Tagen zum kirchlichen Neubau wie zum Aufbau unseres zerschlagenen Vaterlandes dringender als je bedürfen. Der Herr höre und erhöre solchen Gebetswunsch, in dem der Oberkirchenrat sich mit der feiernden Gemeinde Doberan-Althof zusammenschliesst! Der Oberkirchenrat. Giese.“

2020 09 03 367 71 73 75 77 Fusion Natuerlich

 

Althof wird in diesem Schreiben, mitunter auch in der Presse, wiederholt als Alt-Doberan bezeichnet, die Doberaner Kirche als Münster. Beides damals eher selten verwendete Begriffe. Am 19. Juni war Missionsfest in Althof für die Gemeinden Doberan, Althof und Hohenfelde, der unfreundlichen Witterung wegen in der Kapelle. Trotzdem herrschte recht guter Besuch. Ansprachen hielten Superintendent D. Kliefoth über den Spruch: „Ach daß die Hilfe aus Zion kam und Gott sein gefangen Volk erlösete!“, Hilfsprediger Stüwer: „Überblick über den gegenwärtigen Stand der Leipziger Mission“ und Pastor Walter über die Missionsarbeit der Gesellschaft „Licht dem Osten!“ unter den russischen Kriegsgefangenen. Die Kollekte für die Herstellung der Althöfer Orgel betrug brutto 187,85 Mark.

 

Die Jubiläumswoche vom 3. bis 8. Juli 1921


 Die Jubiläumswoche veranstaltete man vom 3. bis 8. Juli. Obwohl die Klostergründung auf den heutigen Stadtteil Althof zurückgeht, konzentrierten sich die Feierlichkeiten auf das Stadtgebiet Doberans.

Die Zeitungen berichteten umfänglich, zumeist in volkstümlicher Erzählweise, über die Geschichte und die Bauten Doberans, kaum jedoch über die Althöfer. Wiederholt verweist man auf die aktuelle „schicksalsschwere Zeit“ und damit auf den verlorenen Krieg und die Wirtschaftskrise.

Wenige Jahre nach dem Ende der Monarchie scheint man dieser durchaus nachzutrauern. Mitglieder der großherzoglichen Familie waren Ehrengäste der Feierlichkeiten.

Die Presse und Festreden thematisieren die großen Verdienste des Herzoghauses für Doberan. Laut dem Mecklenburger Fremdenblatt vom 30. Juni sei Doberan nach der glanzvollen Vergangenheit nun „eine stille träumerische Stadt. Es besinnt sich auf neue Aufgaben.“ Eine Rostocker Zeitung bezeichnet Doberan als „unser liebliches Nachbarstädtchen“.

 

2020 09 04 151

 

Aus zahlreichen Druckerzeugnissen, wie Programmblättern und Zeitungsberichten, sei hier auszugsweise aus der Festordnung zitiert:

Sonnabend 2. Juli. 8½ Uhr abends: Begrüßung der Gäste auf dem Kamp. Ansprachen. Promenadenkonzert.

Sonntag 3. Juli. 10 Uhr vormittags Festgottesdienst [die Kirche war überfüllt]. Rückmarsch mit Musik nach dem Kamp. 1 Stunde lang Promenadenkonzert. 12 Uhr mittags: Eröffnung der Kunstausstellung im Palais. 3-4 Uhr nachmittags: Großer Festzug durch die Stadt. 4 Uhr Festrede. Volksfest auf dem Kamp. 8 Uhr abends: Festvorstellung im Rathaussaal „Der Sieger“ von Erst Püschel [täglich bis zum 8. Juli]. 9½ Uhr: Illumination des Kamps. Promenadenkonzert.

Montag 4. Juli. 12-1 Uhr: Kirchenkonzert. 4-6 Uhr: Bunter Nachmittag („Frohe Stunden“) im Rathaussaal [auch am 5. Juli]. 6-7 Uhr Promenadenkonzert auf dem Kamp. Dienstag 5. Juli. 12-1 Uhr Promenadenkonzert auf dem Kamp [täglich bis zum 7. Juli]. Mittwoch 6. Juli. 4-6 Uhr: Kirchenkonzert.

Donnerstag 7. Juli. 2 Uhr: Abmarsch zum Kinderfest vom Markt.

Freitag 8. Juli. Nachmittags: Ausflug nach Heiligendamm. Gemeinschaftliche Kaffeetafel. Konzert.

Das Doberaner Schauspiel „Der Sieger“, aufgeführt im damaligen Rathaussaal, dem Festsaal im Großherzoglichen Palais, thematisierte den Sieg des Christentums über die Wenden in der Zeit der Klostergründung. Es spielten Doberaner unter Mitwirkung von Mitgliedern des Rostocker Stadttheaters unter der Gesamtleitung des Oberspielleiters Alfons Godard. Zu den Rollen zählten Gozzo der Wendenfürst, dessen Tochter Maltela, Abt Konrad, die Mönche Gotthold und Bertram, der alte Wende Radirak, Bischof Berno, ein Oberpriester, der Laienbruder Wernhard. Die großen Kirchenkonzerte leitete Organist Wiedow. Zur Illumination auf dem Kamp im Rahmen des großen Volksfestes glühten tausend Lichterflammen. Es erschienen Doberaner-Jubiläums-Notgeld-Scheine mit Entwürfen von Egon Tschirsch.

Martin Heider


Quellen: Akten aus dem Landeskirchlichen Archiv Schwerin, Pfarrchronik der Kirchengemeinde Bad Doberan 1899-2005.

 

 

Freiwilliges Jahr im Münster


Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege


Das Doberaner Münster ist seit 2002 Einsatzstelle für das „Freiwillige Soziale Jahr in der Denkmalpflege“.

Für diese interessante Aufgabe wird - mit Beginn im September jeden Jahres - ein/e neue/r Teilnehmer/in gesucht.

Während eines solchen Jahres besteht die Möglichkeit, sich mit dem Thema Denkmalpflege in theoretischer und praktischer Weise auseinanderzusetzen. Das FJD wird von dem Träger IJGD, einer Jugendbauhütte, angeboten, welche ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist.

Die Teilnehmer erhalten zu Beginn die notwendigen Führungsunterlagen für den Führungsrundgang und werden durch uns entsprechend geschult. Im weiteren Verlauf des Freiwilligen Jahres ist die Weiterbildung zur Durchführung von thematischen Sonderführungen geplant, vor allem der Gewölbe-, Turm- und Glockenführung.

Nicht nur Führungen gehören zum Dienst im Münster, sondern auch immer mal wieder die Unterstützung im Kassen- und Ordnungsdienst.

Es fallen auch Büro- und Recherchearbeiten in der Münsterverwaltung an.

Das Aufgabenfeld ist sehr vielseitig. Sie erhalten Einblick in die Themenfelder Denkmalschutz, Kirchenbau, Restaurierung, Kirchengeschichte, Landesgeschichte, Kunstgeschichte, Tourismus und Marketing.

Während des freiwilligen Jahres führt die Jugendbauhütte zusätzlich Seminare zu verschiedenen Themen der Denkmalpflege in verschiedenen Einrichtungen durch.

Bewerbung

Wenn Sie sich für ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege im Doberaner Münster interessieren, senden Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen an uns in der Münsterverwaltung und an die Jugendbauhütte in Wismar.

Der Bewerbungsbogen ist auf der Homepage der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) erhältlich: www.ijgd.de/Bewerbung

 

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.