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Meditation am Karfreitag und Ostersonntag aus dem Doberaner Münster


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Auf der Homepage der Ev.-Lutherischen Kirchengemeinde Bad Doberan www.muenstergemeinde-doberan.de/ sehen Sie am Karfreitag und am Ostersonntag jeweils eine Meditation, live aus dem Doberaner Münster übertragen.


Am Karfreitag um 15:00 und am Ostersonntag um 9.30 Uhr

wird es jeweils eine halbe Stunde lang Musik und Texte zu hören und Bilder aus dem Doberaner Münster zu sehen geben.


Nehmen Sie gern auch diese Möglichkeit wahr, sich mit uns zu verbinden und helfen Sie bitte Menschen, die nicht so vertraut mit dem Internet sind, diese beiden Übertragungen zu sehen.

Beide Meditationen werden auch nach der Livesendung dort abrufbar bleiben.

(Dies gilt insbesondere auch dann, wenn aus Gründen von Netzüberlastungen technische Störungen auftreten. Hierfür bitten wir im Fall des Falles um Nachsicht.)

Ev.-Lutherischen Kirchengemeinde Bad Doberan

 

 

Aktuelle Informationen


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Liebe LeserInnen,

die Münsterverwaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bad Doberan bringt zu diesem Monatswechsel den Newsletter Nr. 98 heraus. Der Newsletter berichtet seit März 2012 über Führungen und Veranstaltungen, Vorträge, Projekte, Bau- und Restaurierungsmaßnahmen am Münster und vieles mehr.

Aufgrund der Corona-Pandemie entfallen derzeit die Führungen, Veranstaltungen und weiteren Zusammenkünfte im Doberaner Münster.

Für das persönliche Gebet, die persönliche Andacht, das Anzünden von Kerzen und das stille persönliche Verweilen bleibt die Kirche weiterhin geöffnet.

Dies erfolgt täglich eingeschränkt über die Mittagszeit.

Die regulären Öffnungszeiten verlieren ihre Gültigkeit.

 

Aufgrund der aktuellen Lage informiert der Newsletter diesmal statt über Veranstaltungen insbesondere über interessante neue Erkenntnisse über die Baugeschichte des Doberaner Münsters.

Mehr als 700 Personen und Institutionen sind im Verteiler, viele weitere Personen lesen die Neuigkeiten in anderer Form auf der Münsterhomepage. Weitere Interessenten am Newsletter haben die Möglichkeit, sich jederzeit kostenfrei anzumelden! Sagen Sie dies auch gerne weiter.

Benötigt werden dazu lediglich E-Mail-Adresse, Name und Vorname; am einfachsten per E-Mail an:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Bleiben Sie behütet und gesund!

Ihr Martin Heider

 

 

 

Das Münster – Aus ‚schonen steynen‘ neu erbaut


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In neuen Newsletter ist die Baugeschichte des Doberaner Münsters ein Schwerpunkt.

Es werden Inhalte aus dem neuen Buch "Das Bad Doberaner Münster. Bau – Geschichte – Kontext." (Hrsg: Martin Heider, Christian Kayser) vorgestellt.

Zunächst wird aus der Beschreibung der Raumeinheiten das Hauptschiff mit Binnenchorschluss vorgestellt, danach die Zeit der Klosterauflösung.

von Christian Kayser

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Lage und Bestand – Überblick

Das weitläufige, bis heute von der mittelalterlichen Klostermauer umschriebene Gelände der vormaligen Zisterze Doberan liegt am westlichen Fuß des Buchenberges. In dem Bereich, einer früheren Sumpfniederung, laufen verschiedene Bächlein zusammen, um sich am nördlichen Sporn des Buchenberges zum Mühlenfließ zu vereinigen.

Im Zentrum der Anlage liegt noch heute das gewaltige Münster, im Süden davon die spärlichen Fragmente der einst bedeutenden mittelalterlichen Konventsanlage.

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Das Münster ist als dreischiffige Basilika mit Querhaus und kapellenbesetztem Chorumgang angelegt.

Die äußere Länge der ordenstypisch turmlosen Klosterkirche beträgt ca. 80,5 m, die größte Breite an den Querarmen ca. 38 m (jeweils ohne Strebepfeiler). Der Bau ist in die folgenden Raumeinheiten gegliedert:

(Fortsetzung im nächsten Beitrag) →

 

 

Hauptschiff mit Binnenchorschluss


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Das Hauptschiff setzt sich aus neuen Travéejochen und dem abschließenden Polygonjoch zusammen. Die lichte Weite des Raumes beträgt ca. 10,65 m, die Scheitelhöhe liegt bei 25,7 m. Die fünf westlichen Joche fallen mit etwa 7,65 m etwas tiefer aus als die vier Ostjoche im Bereich der „Vierung“ und des Chorhalses mit 5,3 bis 5,9 m. Das Schlussjoch ist als 5/8-Polygon ausgebildet.

Der Wandaufriss (Abb. 1) ist prinzipiell in allen Jochen gleichartig: Die Pfeiler bestehen aus einem rechteckigen, annähernd quadratischen Kern mit Runddiensten an den vier Ecken. Den vier Pfeilerflanken sind jeweils mittig Dienstelemente angesetzt, die aus einem „Stamm“ in Form eines 5/8-Polygons und daran angesetzten, knospenartigen schlanken Birnstäben bestehen. An den Standorten der Gestühle, also sowohl des Laiengestühls im Westen wie auch des Gestühls der Chormönche im Osten, sind die Vorlagen mit naturalistisch gestalteten Blattkapitellen oberhalb des Gestühls abgekragt.

Zwischen den spitzbogigen Arkadenbögen und den Pfeilern sind skulptierte, reich mit Blattwerk gestaltete Kapitellbänder eingefügt; zwischen ihnen verlaufen in den Arkaden Zuganker.

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Die Arkadenzone schließt mit einem einfachen horizontalen Gesims in etwa 8,6 m Höhe, oberhalb folgt das Scheintriforium. Dieses ist zum Kirchenraum hin als glatte, geputzte Fläche ausgebildet, in welche die Umrisse einer Architekturgliederung eingeritzt und „ausgemalt“ sind. Die hauptschiffseitigen Dienstbündel laufen über das Gesims und die Triforiumszone durch; die Putzflächen bilden eine Art Reliefgrund für die Dienste.

Auf der Rückseite der Triforiumszone, in den Dachräumen der Seitenschiffe, springt die Hauptschiffwand etwas gegenüber der Arkadenzone zurück. Ihr sind in den Scheidbogenachsen rechteckige Pfeiler vorgesetzt. Am oberen Abschluss der Triforiumszone setzten ehemals die unter den Dachflächen verborgenen Strebebögen an.

Über dem Triforium folgt der Obergaden, mit in die Mauerflächen eingeschnittenen dreibahnigen Fenstern (Abb. 2). Die Kämpferkapitelle der Wölbung sitzen unmittelbar über dem Gesims zwischen Obergaden und Triforium, so dass der Obergaden sich zum Innenraum als eine Folge spitzbogig-dreieckiger Schildbogenflächen präsentiert. Außen ist der Obergaden in den Jochachsen mit kräftigen, vorspringenden Strebepfeilern gegliedert, die gegenüber den Vorlagen unterhalb der Dächer noch einmal vorspringen.

(Fortsetzung im nächsten Beitrag) →

 

 

Neues Chorgestühl im Mutterkloster Amelungsborn


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In den Monaten Februar und März wurde in der Klosterkirche von Doberans Mutterkloster Amelungsborn ein neues - allerdings auch schon einige hundert Jahre altes, barockes Chorgestühl eingebaut.

Es ist das Gestühl, das bis 2005 in der UNESCO-Welterbekirche St. Michael zu Hildesheim in Gebrauch war. Die Landeskirche wollte es nicht verfallen lassen, hat es dem Kloster geschenkt und sich am Einbau finanziell beteiligt.

Auch der Kirchenkreis und die Kirchengemeinde Amelungsborn wie das Kloster selbst haben zu den Kosten beigetragen.

Abgesehen von der historischen Bedeutung des Chorgestühls verfügt es über eine hochmoderne und Klima gerechte Neuerung: Die Chorsitze sind ähnlich wie im Auto beheizbar.

Auf diese Weise wird die Nutzungszeit der Klosterkirche erheblich ausgeweitet. Gemeinde und Gästegruppen bis zu 40 Personen können die Kirche ganzjährig nutzen, ohne den gesamten Raum aufheizen zu müssen.

Erfreulicherweise konnte der Kostenrahmen für den Einbau des Gestühls eingehalten werden.

Ob das Chorgestühl am Kapiteltag im Juni eingeweiht werden kann, ist angesichts der aktuellen Lage ungewiss.

 


Berthold Ostermann

Familiare des Klosters Amelungsborn

Foto: Kloster Amelungsborn

 

 

Hauptschiffgewölbe, Zuganker und Dachwerk


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Bei den Hauptschiffgewölben handelt es sich um gebuste Kreuzrippengewölbe mit deutlich akzentuierten Scheidbogen- und Transversalrippen bei reduzierten Schildbogenrippen.

Zwischen Gewölbefüßen laufen hölzerne Zuganker, die mit schmiedeeisernen Schlauderköpfen im Obergadenmauerwerk verankert sind.

In der westlichen Abschlussmauer des Hochschiffes ist ein großes, fünfbahniges Maßwerkfenster eingeschnitten.

Außen ist in Fortsetzung der Nordarkade ein Strebepfeiler angesetzt, in der Achse der Südarkade ein achteckiger Treppenturm zur Erschließung der Dachräume.

Auf dem Hochschiff ist noch in weiten Teilen das bauzeitliche Dachwerk (Abb.) erhalten. Es handelt sich um ein quergebundenes Sparrendach mit zwei Kehlbalkenebenen und Kreuzstreben. In jedem zweiten Gespärre sind durchgehende Dachbalken angelegt. Über der Vierung erhebt sich ein laternenartiger Dachreiter, der im späten 19. Jahrhundert mit einem aus Stahl gefertigten Unterbau über den beiden Vierungsjochen neu errichtet wurde. Im Band Baugeschichte werden ab S. 53 folgende weitere Raumeinheiten beschrieben und durch zahlreiche Fotografien, Grundrisse und Zeichnungen visualisiert:

  • Langhausseitenschiffe
  • Querhausarme mit Ostkapellen
  • Chorumgang mit Kapellen
  • Anräume
 

 

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