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Kapiteltag im Mutterkloster Amelungsborn


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Alle Glieder der klösterlichen Familie Amelungsborn, Klosterpfarrerin, Pastorinnen und Pastoren des Stiftsbereichs und berufene Glieder des Kapitels treten jährlich auf Einladung des Abtes zu einem Kapitel zusammen.


 „Das Kapitel soll die Verbundenheit untereinander und mit den Aufgaben des Klosters festigen und Gelegenheit zur Information, zur Aussprache und Beratung bedeutsamer Angelegenheiten des Klosters geben“ (Verfassung des Klosters, VIII (2).

Dies fand am 22. Juni statt und wurde von Prior Martin Lechler, Superintendent zu Nienburg, geleitet. Abt Eckhard Gorka war erkrankt.

Den Tag strukturieren die vier Tageszeitengebete Mette, Mittagsgebet, Vesper und Komplet.

Die einzelnen Gremien berichteten: Konvent, Familiaritas, ökumenischer Frauenkreis, Kirchenpädagogik - „Spurensuche im Kloster mit Kopf, Herz und Hand“ - und Klostergartenteam.

Die Klosterpfarrerin, der Klosterküster sowie der Kirchenvorsteher der Patronatsgemeinde gaben Einblicke in die Alltagsarbeit.

 


 

Der Konvent beschäftigt sich u.a. mit der Aufstellung eines Chorgestühls, das ehemals in der „kleinen Michaeliskirche“ in Hildesheim stand. Es soll in den Hohen Chor Amelungsborn integriert werden. Die Maßnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant.

Die Familiaritas informiert, dass das Jahresthema 2019 „Schöpfung“ lautet und in Bibelarbeiten und Vorträgen erarbeitet wird.

Wichtiges Thema in dieser Bruderschaft ist, dass Menschen gewonnen werden, die im Kloster wohnen möchten, Gebetszeiten halten und von Besuchern angesprochen werden können.

Der ökumenische Frauenkreis trifft sich achtmal im Jahr und pflegt das Tageszeitengebet, die Arbeit über der geöffneten Bibel und ökumenische Kontakte zu anderen Klöstern.

Die Kirchenpädagogik bietet seit 1997 ein erfahrungs- und traditionsbezogenes Entdeckerprogramm für Schulklassen und für Gruppen unterschiedlichen Alters, vom Kindergarten bis zu den Landfrauen, vor allem aber für die Schüler des Campe Gymnasiums Holzminden, das in diesem Jahr sein 450jähriges Jubiläum begeht.

Für den rekonstruierten mittelalterlichen Klostergarten werden Ehrenamtliche gesucht, die das Team verstärken.

 

Vortrag aus Doberan, Konzert und Einführungen


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Evangelisches Kloster Amelungsborn

Einführungen am Kapiteltag: Vor dem Mittagsgebet führte Prior Lechler, assistiert von Altprior Christian Klatt, einen neuen Kapitular ein. Der Prior des Evangelischen Konvents Kloster Heilsbronn, Regionalbischof i. R. Christian Schmidt, Nürnberg, wurde berufen.

Damit wird die gewachsene Verbindung zwischen den Einrichtungen in Niedersachsen und Bayern vertieft.

In der Vesper führte der Prior, assistiert von den Familiaren Arnold und Pankatz, den Novizen Dr. Michael Hennig, Köln, als Familiare und den Gast Christoph Ritter, Aachen, als Novize ein.

Familiare kann übrigens jeder evangelische Christ werden, der der geistlichen Familie des Klosters angehören möchte.

Nach zweijährigem Noviziat erfolgt die Annahme am Altar im Hohen Chor zur Gemeinschaft und Verpflichtung als Familiare.
Berthold Ostermann

 

(Fotos: M. Heider)

 

Aufwendig restauriertes Reiterstandbild vorgestellt


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Sechs Jahre von der Planung bis zur abgeschlossenen Restaurierung. Am 5. Juni 2019 wurde im Doberaner Münster die Fertigstellung der Restaurierung des Reiterstandbildes feierlich gewürdigt.

Sechs Jahre nach Beginn der Planungsvorbereitungen ist es nun geschafft. Die Restaurierung und Konservierung des Grabmonumentes des Samuel Behr im Doberaner Münster ist abgeschlossen.

„Das Grabmal gilt als einziges Grabmonument mit einem lebensgroßen freistehenden Reiterstandbild in Deutschland und geht auf italienische Reiterstatuen der Zeit um 1600 zurück. Es ist unter anderem Ausdruck der veränderten Ansprüche an die höfische Repräsentation und nicht zuletzt zurückzuführen auf das enge Vertrauensverhältnis Herzog Adolf Friedrichs I. zu seinem Geheimen Rat.“, berichtet Kunsthistoriker Detlef Witt (Greifswald). Der Herzog selbst habe befohlen, den Verstorbenen in der fürstlichen Grablege in Doberan, in einem hölzernen, mit Zinn überzogenen und mit Bärenköpfen verzierten Sarg beizusetzen. Das Grabmonument entstand in den Jahren 1622-26 durch den Leipziger Bildhauer Franz Julius Döteber und dessen Gehilfen Daniel Werner.

Der Restaurierung vorangestellt waren ab August 2013 grundlegende Voruntersuchungen durch ein Team von Fachrestauratoren für die verschiedenen Materialgruppen. Seit 2014 erfolgten umfangreiche Restaurierungsarbeiten. Aufgrund der Materialvielfalt (Stein, Holz, Textil, Leder und Metall) und der komplexen Problematik des Untergrundes stellten sie alle Projektbeteiligten vor besondere Herausforderungen. „Als Hauptschadensursache wurden aufsteigende Feuchtigkeit und Salze durch fehlende bzw. beschädigte Horizontalsperren in Verbindung mit dem extrem hohen Grundwasserspiegel diagnostiziert. Dadurch kam es im unteren Bereich zu Oberflächenverlusten an der Steinsubstanz und der Fassung“, so der leitende Restaurator Sebastian Röhl (Berlin). Hinzu kamen Abbrüche und Fehlstellen durch mechanische Einwirkung sowie gerissene Fugen. Die Holzteile waren durch holzschädigende Insekten angegriffen.

 

Konzerte im Juli im Doberaner Münster


das doberaner muenster

 

Die Sommerkonzertreihe "Münster, Molli, Musik & Mehr" bietet an Freitagabenden von Juni bis September um 19:30 Uhr und zu einigen Sonderterminen im Doberaner Münster ein facettenreiches Programm.

Herzlich willkommen!


 

Konzert-Eintrittspreise


 * 10 €, erm. 7 €.

Erlebnispaket Molli, Münster, Musik & Mehr für nur 17 € p. P.

 

siehe unter Führungen 〉 〉

 

Fr. 05.07. 19:30

Festliches Konzert für Trompete und Orgel *


Musik aus 3 Jahrhunderten von Bach, Wagner, German u.a.

Toni Fehse (Trompete), Jonas Wilfert (Orgel)

Die beiden jungen Musiker spielen neben Werken von J. S. Bach und anderen bekannten Komponisten der barocken Stilepoche auch Musik aus dem 20. Jahrhundert. Besonders aber widmen sie sich der Romantischen Epoche. Da es aus dieser Zeit kaum originale Werke für diese Besetzung gibt, sind es eigene Bearbeitungen.

„Romantische Transkriptionen“ - so heißt auch der Titel ihrer ersten CD. Feiern Sie mit dem Ensemble sein 10jähriges Bestehen.

Fr. 12.07. 19:30

Tänzerische Musik für Flöte & Marimba *


duo mélange: Almut Unger (Flöte), Thomas Laukel (Marimba)

Das Leipziger „duo mélange“ nimmt das Publikum mit auf eine außergewöhnliche Klangreise: Almut Unger und Thomas Laukel kombinieren die klassische Querflöte mit der Marimba, einem dem Xylophon ähnlichen Schlaginstrument, das hierzulande noch recht selten zu hören ist und seine Wurzeln in der südamerikanischen Folklore bzw. im nordamerikanischen Jazz hat.

In ihrem Programm verknüpfen die beiden Musiker Einflüsse aus verschiedenen Musikrichtungen und Epochen zu einem vielfarbigen Gesamtkunstwerk.

 

Fr. 19.07. 19:30

... von Ewigkeit zu Ewigkeit *


Psalmvertonungen des 17. Jahrhunderts

Werke von Monteverdi, Schütz, Hassler u.a. mit dem Ensemble „La Villanella“ (Basel)

Kathleen Danke (Sopran) - Claudia Nauheim (Blockflöte) - Irene Klein (Viola da Gamba) - Mechthild Winter (Orgel)

Das Ensemble „La Villanella“ besteht im Kern aus Absolventinnen der Schola Cantorum Basiliensis und beschäftigt sich besonders mit Musik der Renaissance und des Frühbarock.

Die Musikerinnen spielen dabei auf historischen Instrumenten bzw. deren Nachbauten und orientieren sich spieltechnisch an historischen Quellen.

Fr. 26.07. 19:30

Norddeutscher Orgelbarock *


Norddeutscher Orgelbarock und J.S. Bachs "Schübler-Choräle"

Fahrradkantor Martin Schulze (Orgel)

Die Große Schuke-Orgel ist neben ihrem romantischen Schwellwerk grundsätzlich norddeutsch-barock disponiert. Beste Voraussetzungen, um genussvoll einer virtuosen Buxtehude-Toccata oder Bachs bekannten Schübler-Chorälen zu lauschen.

Barockexperte und „Fahrradkantor“ Martin Schulze ist ein regelmäßiger und beliebter Gast.

 

Backsteinbasiliken auf dem Kirchentag in Dortmund


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Die Kirchengemeinden der Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Backsteinbasiliken, darunter das Doberaner Münster, präsentierten sich auf dem Markt der Möglichkeiten vielen interessierten Besuchern.

Alle zwei Jahre zieht der Deutsche Evangelische Kirchentag eine Region und viele Menschen für fünf Tage in seinen Bann.

Weit über 130.000 Menschen jeden Alters, unterschiedlicher Religionen und Herkunft kamen vom 19.-23. Juni 2019 in Dortmund zusammen, um ein Fest des Glaubens zu feiern und über die Fragen der Zeit nachzudenken und zu diskutieren.

Das Faltblatt der Arbeitsgemeinschaft mit Informationen über die Kirchen mit Fotos, Grundriss, Öffnungs- und Gottesdienstzeiten stieß auf reges Interesse und weckte bei Kirchentagsbesuchern durchaus die Lust auf eine Reise in das Land der Backsteingotik. Die Doberaner Kirchengemeinde war durch die Münsterverwaltung aktiv vertreten.

Fotos: Martin Heider

Der Stand umfasste auch sieben im Layout der Europäischen Route der Backsteingotik gestaltete Informationsflächen (Roll-ups).

Diese zeigen in großen Fotoaufnahmen die Backsteinbasiliken in Lübeck, Lüneburg, Schwerin, Wismar, Bad Doberan, Rostock, Stralsund, Greifswald und Wolgast; weitere Abbildungen und Texte informieren über das heutige, vielfältige kirchengemeindliche Leben in diesen gotischen Kathedralbauten.

Die von Pastor i.R. Volker Schulze (Lübeck) gefertigten Modelle der Kirchen im Maßstab 1:133 waren ein Besuchermagnet. In einer Vitrine werden das Münster in Bad Doberan und der Dom in Schwerin gezeigt.

Auch für Kinder gibt es in den Kirchenräumen vieles zu entdecken bzw. mitzumachen. Das "Kirchenwürfel-Puzzle" bot Abwechslung für Klein und Groß.

 

Grabdenkmal für nächste Generationen gesichert


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Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung hat gemeinsam mit der OstseeSparkasse Rostock die Restaurierung und Konservierung dieses im Erscheinungsbild außergewöhnlichen Grabmonumentes maßgeblich unterstützt. "Dem Reiterstandbild des Samuel Behr im Doberaner Münster aus dem frühen 17. Jahrhundert kommt eine Alleinstellung in Deutschland zu. Es erzählt die Geschichte einer herausragenden Persönlichkeit Mecklenburgs. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die OSPA haben sich darum gemeinsam dafür engagiert, damit dieses einzigartige Denk- und Grabmal auch für künftige Generationen erhalten bleibt", sagte Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung (rechts im Bild).

Münsterkustos Martin Heider, der seitens der Kirchengemeinde das Restaurierungsprojekt koordinierte: „Wir sind außerordentlich dankbar für diese großzügige Unterstützung. Die Eigenmittel stammten aus dem Münsterhaushalt der Kirchengemeinde, einer Zuwendung aus dem Münsterbauverein, dem Denkmalfonds der Nordkirche, Patronatsmitteln und einer großen Privatspende. Insgesamt wurden rund 220.000 Euro investiert und ein wunderbares Gesamtergebnis erreicht, auch dank der vielen beteiligten Fachleute.“ Das herausragende Ausstattungsstück bezeugt nun wieder in angemessener Weise die Bedeutung der ehemaligen Klosterkirche als Grablege des mecklenburgischen Herzogshauses auch in nachreformatorischer Zeit.

Programm vom 5. Juni 2019


Musikalische Einstimmung

An der Orgel: Matthias Bönner, Kantor

Begrüßung

Albrecht Jax, Pastor

Martin Heider, Münsterkustos

Grußwort

Friedrich-Wilhelm von Rauch, Ostdeutsche Sparkassenstiftung - Geschäftsführer

Geschichte und Bedeutung des Reiterstandbildes

Detlef Witt, Kunsthistoriker

Bericht über die Restaurierung

Sebastian Röhl, Restaurator

Musikalischer Abschluss