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Wenig Lebensraum für Waldkäuze und Schleiereulen


Kapeele Althof

Die zu DDR-Zeiten z.T. noch im Münster brütenden Waldkäuze (mündliche Mitteilung Bernd Thielke, 2020) hört man heutzutage (nach umfangreichen Sanierungsarbeiten im Münster) an lauen Sommer- und Herbstabenden zu zweit und dritt von den Bäumen im Außengelände rufen. Möglicherweise brütet sogar ein Paar dieser noch relativ häufigen Art in einem der Altbäume nahe dem Münster.

Die Schleiereule hat als „Muldenbrüter“ (keine Nestanlage) in der Neuzeit wohl nicht direkt im Münster gebrütet, vermutlich aber in den „wirren Zeiten“, in denen es Schadstellen im Dachbereich gegeben hat. Auch gibt es aktuell keine Kästen für diese, starken Bestandsschwankungen ausgesetzte, streng geschützte Vogelart. In kleinen Anzahlen soll sie aber in den Nachwendejahren außerhalb des Münsters in naheliegenden Scheunen, alten Ställen und Ruinen Nistplätze und auch ausreichend Futter (Mäuse) im Winterhalbjahr gefunden haben. Nach Sanierung und Abriss fielen diese Brutstätten weg (müdliche Mitteilung Bernd Thielke, 2020).

Die Eule mit dem markanten Gesicht leidet nicht nur im Sommerhalbjahr zunehmend unter Nahrungsmangel (aufgrund intensiver Landwirtschaft, Klimaveränderung u.v.m.), sondern findet in schnee- und frostreichen Wintern kein Futter zum Überleben. So war der landesweite Bestand von 700 Brutpaaren (BP) nach den sog. „Kältewintern“ 2009/2010 und 2010/11 auf lediglich 10-30 BP eingebrochen. Dank umfangreicher Schutzmaßnahmen (Anbringen von Eulenkästen im Inneren von Kirchen, Ställen usw.) und milder Winter hat sich der Bestand wieder erholt. Derzeit leben ca. 400 Schleiereulen-BP in MV (A. Hofmann, Nordkurier 06.10.2020).

 

 

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