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Althof gehörte bis 1888 kirchlich zu Parkentin



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Kapelle Althof von Westen im Jahr 1962 mit größerem Baumbestand im Kapellenumfeld (Foto: Raimund Koschke, Bad Doberan)


Zeitnah mit der Auflösung des Doberaner Klosters im Jahr 1552 gehörte Althof kirchlich zu Parkentin und blieb dies bis 1888.

Nicht erst im späten 19. Jahrhundert bedachte man die kirchgemeindliche Nutzung der Kapelle. Bereits ein Schreiben des Superintendenten Willebrand vom 15. Juli 1852 beinhaltete Einzelheiten zur möglichen Aufrichtung einer Filialgemeinde zu Althof.

Besonders weit und in der nassen Jahreszeit „tief“ sei der Weg für die Bauern aus Neu Hohenfelde zur Parkentiner Kirche. Die Althöfer Kapelle im Englischen Garten diene nicht dem Glauben, sondern dem Kunstsinn und der Neugierde. Da der Parkentiner Pastor an Feiertagen auch in Stäbelow Gottesdienst hielt, sei dieser für Althof nicht verfügbar. Man erwog den Dienst des Küsters als Prediger. Dieser war Schullehrer in Hohenfelde, wohin auch die Althöfer Kinder zur Schule gingen, und der über den Schulsteig in rund 20 Minuten vor Ort sein könne.


Im Herbst 1887 verhandelten das Großherzogliche Finanzministerium und die herzogliche Kammer die Gründung der evangelischen Filialgemeinde Althof. Der Oberkirchenrat empfahl dem Großherzog, diese aus den Ortschaften Althof (104 Einwohner), Hohenfelde (189) und Neu-Hohenfelde (89), insgesamt 382, von denen 262 Beichtkinder waren, zu konstituieren und zur Pfarre Doberan zu legen.

Dazu sei ein Hilfsprediger oder eine zweite Predigerstelle einzurichten. Zu prüfen waren die Platzkapazität in der Kapelle und die Verfügbarkeit einer Friedhofsfläche. Außer dem fürstlichen und dem Pastoren-Stuhl waren es mit der Orgelempore 160 Sitze, mehr als zuvor für diese Orte in der Kirche Parkentin.

Den umgebenden Englische Garten pflegte der Erbmüller Sengebusch unentgeltlich gegen Nutzung des Graswuchses. Der südlich der Kapelle liegende Teil sei nach Abdrainieren als Friedhof geeignet, der übrige für das Erholung suchende Publikum ausreichend.

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