Putzflächen am Südquerhausgiebel samt Rosette fertiggestellt


 Im Rahmen der Sanierung der Südfassade wurden die Putzflächen im Bereich des Giebels des südlichen Querhauses erneuert; Restaurator Peter Wagner (rechts in Foto 1) und seine Frau Kerstin (s. Foto 4) führten die Arbeiten aus.

Südquerhausgiebel 1

Südquerhausgiebel 2

 

 

Zunächst war vorgesehen, die Putzflächen partiell durch Hinterfüllen und Verkleben zu erhalten. Aufgrund der zahlreichen Einfüllbohrungen, der fehlenden Vorbereitung des Putzuntergrundes sowie der geringen beziehungsweise fehlenden Haftung in den derzeit noch nicht hohl liegenden Bereichen konnte jedoch keine dauerhafte Haltbarkeit der hinterfüllten Putzflächen garantiert werden.

Peter Wagner wies auf erhebliche Risiken durch thermische Spannungen zwischen den unterschiedlichen Materialschichten an der exponierten Südfassade hin. Diese könnten erneut zu Ablösungen, Wassereindrang, Frostschäden und Abplatzungen führen.

Bei der Abnahme der ersten vollständig hohl liegenden Putzfläche stellte sich heraus, dass es sich um einen handwerklich sehr mangelhaft aufgebrachten Putz aus DDR-Zeiten handelte. Dieser wurde nahezu ausschließlich durch die Verbindung mit den Maßwerksteinen an den Rändern gehalten.

Der Abstimmungsprozess zwischen dem Planer, Dipl.-Ing. Frank Thoms (links im Foto), den Restauratoren, der Münsterverwaltung als Vertreterin der Kirchengemeinde sowie den kirchlichen und staatlichen Bau- und Denkmalbehörden führte daher zu der Entscheidung, die Putzflächen zu erneuern.

Bei dieser Entscheidung war insbesondere der Sicherheitsaspekt ausschlaggebend. Herabfallende Putzteile aus großer Höhe hätten Menschen verletzen können. Vor allem Putzschollen aus den großen Flächen der Rosette über dem Eingang stellten ein erhebliches Risiko dar.

In anderen Bereichen des Kirchenbaus konnten bei früheren Maßnahmen dagegen auch ältere Friese erhalten bleiben. Sollten von solchen Friesen, etwa oberhalb der Hochschiffe, Putzteile herabfallen, würden diese lediglich auf das Seitenschiffdach fallen und somit keinen Personenschaden verursachen.

Im Südgiebel, unmittelbar über dem Eingangsbereich, stellt sich die Situation jedoch anders dar.

Angesichts des nur wenige Jahrzehnte alten Putzes fiel die Entscheidung für dessen Erneuerung vergleichsweise leicht.

Kürzlich fand die Bauabnahme statt. Das Ergebnis überzeugt sehr. Nun erfolgen an der Fassade noch weitere abschließende Maßnahmen/ Welche Arbeiten genau ausgeführt wurden, berichten wir in einer der nächsten Ausgaben, wenn die entsprechende Dokumentation der Restauratoren vorliegt.

Südquerhausgiebel 3

Südquerhausgiebel 4