• Hochaltar Ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte

Rundgang durch das Münster

Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen Zur Beschreibung springen
1. Der Hochaltar

1. Der Hochaltar

Der Hochaltar wurde um 1300 als Schrankaltar von unbekannten Meistern geschaffen. Es handelt sich vermutlich um den ältesten Flügelaltar in Deutschland und der Kunstgeschichte überhaupt.

Die Geschichten aus dem Neuen Testament in der oberen Reihe stehen zu denen des Alten Testaments in der mittleren Reihe in typologischer Beziehung.

zur Beschreibung
2a. Der Sakramentsturm (Tabernakel)

2a. Der Sakramentsturm (Tabernakel)

Der Sakramentsturm wurde in der Zeit um 1350/60 in Form einer ins riesenhafte gesteigerten gotischen Monstranz gefertigt, wohl vom gleichen Schnitzer, der auch die untere Reihe des Hochaltares anfertigte. Das 11,60 m hohe Schnitzwerk aus Eichenholz ist der älteste Sakramentsturm in Deutschland. 

zur Beschreibung
2b. Der Kelchschrank

2b. Der Kelchschrank

Der Kelchschrank links neben dem Sakramentsturm ist ein äußerst seltenes Ausstattungsstück, entstanden um das Jahr 1310.

Er bot Platz für zwanzigmal Abendmahlsgerät (Kelche, Patenen, Kannen, und Löffelchen), wahrscheinlich für die zwei Haupt- und 18 Nebenaltäre der Klosterkirche. 

zur Beschreibung
3a. Der Kredenzschrank

3a. Der Kredenzschrank

Auf der rechten Seite im Chorraum steht der Kredenzschrank bzw. Bereitungsschrank (um 1300). Er gehört zur Erstausstattung des gotischen Münsters und wurde wie fast alle mittelalterlichen Ausstattungsstücke des Münsters aus Eichenholz geschnitzt.
In ihm wurden die liturgischen Geräte für die Eucharistie am Hochaltar bereitet. 

zur Beschreibung
3b. Das Levitengestühl

3b. Das Levitengestühl

Das Levitengestühl stammt in den unteren Teilen aus dem 14. Jahrhundert. Der Baldachin ist eine Rekonstruktion aus dem 19. Jahrhundert. Das Dreigestühl war Platz für den die Messe zelebrierenden Mönch, Diakon und Subdiakon.

zur Beschreibung
4a. Das Adler-Lesepult

4a. Das Adler-Lesepult

Das Lesepult im Chorraum wurde im 19. Jahrhundert vom Doberaner Kupferschmied Steusloff aus Kupfer als Imitation eines ursprünglich im Hildesheimer Dom stehenden Kanzel-Lesepults geschaffen. 

zur Beschreibung
4b. Der Marienleuchter

4b. Der Marienleuchter

Der Marienleuchter mit einer Marienfigur im frühgotischen Stil stammt aus der Zeit um 1300. Die Figur stand zunächst als Hauptfigur in der Mittelnische des Hochaltars. 

zur Beschreibung
5a. Das Chorgestühl

5a. Das Chorgestühl

Die fast 700 Jahre alten Chorgestühlsreihen der Mönche blieben in sehr gutem Zustand erhalten. Sie dienten den Chormönchen für die täglich sieben Gebetszeiten und wurden in der Zeit von ca. 1300-1370 gefertigt. 

zur Beschreibung
5b. Chorgestühlswangen

5b. Chorgestühlswangen

Wunderschön aus Eichenholz geschnitzte Gestühlswangen bilden den seitlichen Abschluss der Chorgestühlsreihen. 

zur Beschreibung
5c. Die Kanzel

5c. Die Kanzel

Die Kanzel im Hauptschiff der Kirche wurde 1868 von Tobias Weiß aus München gelungen in das mittelalterliche Chorgestühl aus dem 14. Janhundert eingegliedert. 

zur Beschreibung
6a. Der Lettner-Kreuzaltar (Marienseite)

6a. Der Lettner-Kreuzaltar (Marienseite)

Der doppelseitige Kreuzaltar und die ehemals übermannshohe Lettnerwand trennten den Mönchschor im Osten vom Laienchor im Westen. Es handelt sich um das monumentalste Werk seiner Art und Zeit europaweit. Zur Schlussweihe der Kirche im Jahre 1368 war es wohl weitestgehend fertiggestellt. 

zur Beschreibung
6b. Die Bilder auf der Marienseite

6b. Die Bilder auf der Marienseite

Beide Seiten des Altars sind geprägt von einer Bilderfülle. Die bildlichen Darstellungen auf der Marienseite nehmen meist Bezug auf die Gottesmutter Maria. 

zur Beschreibung
7a. Wertvolle mittelalterliche Verglasung

7a. Wertvolle mittelalterliche Verglasung

Im Fenster oberhalb der ehemaligen Oetzen-Kapelle befinden sich im 19. Jahrhundert zusammengetragene Reste wertvoller mittelalterlicher Verglasung aus der Zeit um 1300. 

zur Beschreibung
7b. Ehemalige Kapelle der Familie von Oertzen

7b. Ehemalige Kapelle der Familie von Oertzen

Im Südlichen Seitenschiff befand sich bis in die 1970er Jahre die Kapelle der Familie von Oertzen aus dem späten 19. Jahrhundert. Davon erhalten blieb ein Fenster und zwei mittelalterliche Grabplatte erhalten. 

zur Beschreibung
7c. Schrift-Epitaphien aus der 1. Hälfte des 16. Jh.

7c. Schrift-Epitaphien aus der 1. Hälfte des 16. Jh.

Im Westlichen Bereich des südlichen Seitenschiffs befinden sich an der Südwand elf große und fünf kleine Schrift-Epitaphien aus der 1. Hälfte des 16. Jh., die im Jahr 2005 restauriert wurden. 

zur Beschreibung
8a. Ein Lebensbaum - Die Christusseite des Lettneraltars

8a. Ein Lebensbaum - Die Christusseite des Lettneraltars

Das Kreuz wurde als Lebensbaum gestaltet – gemäß den Worten Christi: "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben" (Johannes 15,5). Die Darstellung Christi im lebensspendenden und über Satan triumphierenden Baum ist eines der wichtigsten Symbole christlicher Gläubigkeit. 

zur Beschreibung
8b. Die Weinblätter

8b. Die Weinblätter

Das Kreuz wurde als Lebensbaum Christi gestaltet. Die Weinblätter wurden 1982 nach mittelalterlicher Rezeptur in Lüsterfarbe restauriert. Die aus Eichenholz geschnitzten Blätter sind mit einem Kreidegrund versehen, überzogen mit einem dünnen Metallbelag, beschichtet mit in Ölfarbe gelöstem Grünspan. 

zur Beschreibung
8c. Die Bilder auf der Christusseite

8c. Die Bilder auf der Christusseite

Die Christusseite des Altares enthält wie die Marienseite zahlreiche neu- und alttestamentliche Bilder die einander typologisch zugeordnet sind. So beispielsweise Christus am Ölberg (Matthäus 26,36-46) und Elia am Berg Karmel (2. Könige 1). 

zur Beschreibung
8d. Der Taufstein

8d. Der Taufstein

Der kelchförmig gestaltete romanische Taufstein aus dem 13. Jahrhundert wurde aus Kalkstein gefertig, der von der Insel Gotland stammt. Er gehört ursprünglich in die St. Marienkirche Wismar. 

zur Beschreibung
8e. Das Gestühl der Laienbrüder

8e. Das Gestühl der Laienbrüder

Die in solch einer Geschlossenheit und Vollständigkeit sehr seltenen Gestühlsreihen der Laienbrüder stammen in den unteren Teilen vermutlich noch aus der Zeit um 1280. Beachtenswert sind die vier kunstvoll geschnitzten Gestühlswangen. 

zur Beschreibung
9. Das Fürstengestühl

9. Das Fürstengestühl

Das Gestühl der Herzöge (19. Jh.) besteht teilweise aus Resten mittelalterlichen Gestühls. Es stand für die herzogliche Familie zwischen den südlichen Reihen des Mönchs- und Konversengestühls, schräg gegenüber der Kanzel.

zur Beschreibung
 10a. Der Westeingang

10a. Der Westeingang

Hier befand sich in Klosterzeit der Zugang der Laienbrüder vom Konversentrakt in die Kirche. Teile der Fundamente und des Mauerwerks stammen noch von der im Jahr 1232 geweihten romanischen Vorgängerkirche. 

zur Beschreibung
10b. Die ehemalige Astronomische Uhr

10b. Die ehemalige Astronomische Uhr

Das Ziffernblatt der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Astronomischen Uhr wurde um 1390 von Nicolaus Lilienfeld nach dem geozentrischen Weltbild, wohl mit Kalendarium, gefertigt. Die Uhr befand sich ursprünglich an der Treppe zum Schlafsaal der Mönche. 

zur Beschreibung
11a. Granitsarkophag des Großherzogs Friedrich Franz I.

11a. Granitsarkophag des Großherzogs Friedrich Franz I.

Der Granitsarkophag des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg (†1837) wurde nach 16 Jahren Bearbeitungszeit im Jahr 1843 vor dem Hochaltar aufgestellt und 1976 an den jetzigen Standort in den Westteil der Kirche gestellt. 

zur Beschreibung
11b. Mittelalterliche Grabplatten

11b. Mittelalterliche Grabplatten

Im westlichen Bereich des südlichen Seitenschiffs wurden in den Jahren 2004 und 2005 mittelalterliche Abts-Grabplatten nach einer Neukonzeption aufgestellt. Die Platten lagen ursprünglich im Kreuzgang, wurden später auf den Kirchenfußboden verlegt und im 19. Jahrhundert in die Seitenwände versetzt. 

zur Beschreibung
11c. Die Ahnengalerie mecklenburgischer Fürsten

11c. Die Ahnengalerie mecklenburgischer Fürsten

Über den Grabplatten im Nördlichen Seitenschiff befinden sich mehrere Bilder mecklenburgischer Fürsten. Die Originale hängen zum Teil im Doberaner Münster, zum Teil im Schweriner Schloss bzw. gingen über die Jahrhunderte verloren. 

zur Beschreibung
12a. Mittelalterliche Fenster

12a. Mittelalterliche Fenster

Im Fenster wurden 1978-1980 wertvolle Reste mittelalterlicher Verglasung (um 1300) zusammengefügt. Das Kloster betrieb schon im 13. Jahrhundert zwei eigene Glashütten. Die gesamte Kirche muss entgegen den frühen Ordensvorschriften bereits im 14. Jh. eine vollständig farbige Verglasung gehabt haben. 

zur Beschreibung
12b. Steinplatten zum Gedenken an Opfer von Krieg und Gewalt

12b. Steinplatten zum Gedenken an Opfer von Krieg und Gewalt

Im Nördlichen Seitenschiff befinden sich Steinplatten zum Gedenken an Opfer von Krieg und Gewalt. Die beiden äußeren wurden 1985, 40 Jahre nach Ende des II. Weltkrieges, durch die Kirchgemeinde hinzugefügt. Sie nennen Orte des Mordens und Grauens und mahnen uns zu Frieden und Gerechtigkeit. 

zur Beschreibung
13a. Die Bülowkapelle

13a. Die Bülowkapelle

Die Bülowkapelle wurde nach der Familie von Bülow benannt, die im 14. Jh. ein dreiviertel Jahrhundert lang die Bischöfe des Bistums Schwerin stellte. Die Ausmalung des Raumes stammt von 1873, nachdem die mittelalterlichen Fresken größtenteils abgängig waren. 

zur Beschreibung
13b. Grabplatte von Magister Hermann Kruse

13b. Grabplatte von Magister Hermann Kruse

Vor der Bülowkapelle befindet sich die Grabplatte von Magister Hermann Kruse (†1599), dem ersten lutherischen Pastor in Doberan, der ab 1564 sein Amt ausübte. Die Grabplatte wurde im Jahr 2007 restauriert. 

zur Beschreibung
13c. Die Orgel

13c. Die Orgel

Die Orgel wurde 1980 von der Firma Schuke aus Potsdam errichtet. Um 1600 gab es nachweislich eine Orgel im Münster, wobei es Hinweise auf eine noch frühere gibt. Die heutige umfasst 3220 Pfeifen, 44 Register und drei Manuale. 

zur Beschreibung
14a. Die Pribislavkapelle

14a. Die Pribislavkapelle

Die Pribislavkapelle war Begräbnisstätte und Kapelle des mecklenburgischen Fürstenhauses seit 1302, benannt nach Fürst Pribislav, Gründer des Klosters, gestorben 1178 in Lüneburg. Seine Gebeine wurden 1219 nach Doberan überführt.

zur Beschreibung
14b. Zentralpfeiler in den Querhäusern

14b. Zentralpfeiler in den Querhäusern

Ungewöhnlich in Standort und Bemalung sind die eingestellte Pfeiler im Süs- und Nordquerhaus. Zusammen mit Scheinarkaden wird der Blick aus dem Langhaus in die Querhäuser teilweise unterbrochen und kleinteilige Rausituationen geschaffen. 

zur Beschreibung
14c. Ostfenster in der Pribislavkapelle

14c. Ostfenster in der Pribislavkapelle

In der Ostwand der Pribislavkapelle zeigt ein teilweise mittelalterliches Fenster figürliche Darstellungen von Maria mit dem Christuskind, Gottvater und Evangelist Johannes aus dem 16. Jahrhundert. 

zur Beschreibung
14d. Das Lübecker Kreuz

14d. Das Lübecker Kreuz

Vor der Ostwand der Pribislavkapelle steht ein spätgotisches Kruzifix aus der Zeit um 1480 aus Lübeck. Dieses stand wohl ursprünglich im Kreuzgangsinnenhof. Witterungsspuren auf dem Haupt Christi weisen auf diesen ehemaligen Standort außerhalb der Kirche. 

zur Beschreibung
14e. Renaissance-Schrift-Epitaph für Magnus III.

14e. Renaissance-Schrift-Epitaph für Magnus III.

Das große Fenster in der Pribislavkapelle über der ehemaligen Totenpforte wurde in den Jahren 2005/06 aus dem dort seit dem späten 19. Jahundert befindlichen ornamentalen Fenster und im unterem Bereich aus dem Wappenfenster von 1852 zusammengestellt. 

zur Beschreibung

14f. Das Wappenfenster

14f. Das Wappenfenster

14f. Das Wappenfenster

Das große Fenster in der Pribislavkapelle über der ehemaligen Totenpforte wurde in den Jahren 2005/06 aus dem dort seit dem späten 19. Jahundert befindlichen ornamentalen Fenster und im unterem Bereich aus dem Wappenfenster von 1852 zusammengestellt. 

zur Beschreibung
14g. Das Bild des Großherzog Friedrich Franz I.

14g. Das Bild des Großherzog Friedrich Franz I.

Unter der Orgelempore hängt das Bild des Großherzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg, dem Gründer des ersten deutschen Seebades in Heiligendamm im Jahre 1793. 

14h. Wandmalereien in ehemaliger Fürstenempore

14h. Wandmalereien in ehemaliger Fürstenempore

Im östlichen großen Jochbogen von der Orgelempore zur Pribislavkapelle blieben wertvolle Wandmalereien mit Weinranken und der Darstellung des Schmerzensmanns aus dem 15. Jahrhundert erhalten.

zur Beschreibung
 14i. Die Grabplatte der Herzogin Anna

14i. Die Grabplatte der Herzogin Anna

Die Herzogin ist die einzige im Münster bestattete hochadlige Person, für die eine Grabplatte aus gotländischem Kalkstein geschaffen wurde bzw. erhalten blieb. Geboren im Jahr 1447, starb Herzogin Anna am 7. September 1464, im Alter von nur 17 Jahren.

zur Beschreibung
15a. Der Mühlenaltar

15a. Der Mühlenaltar

Der „Mühlen-Altar“ (um 1410/20) entstand als eine der ersten Darstellungen dieser Art. Die Mitteltafel zeigt sehr bildhaft die Wandlung vom Wort zum Fleisch bzw. die Eucharistie. 

zur Beschreibung
15b. Mittelalterliche Standleuchte und Stele

15b. Mittelalterliche Standleuchte und Stele

Die hölzerne Standleuchte aus der Zeit um 1300 stand vermutlich an fürstlichen Gräbern. Daneben steht heute eine mittelalterliche Holzstele aus dem 14. Jahrhundert.

zur Beschreibung
15c. Das Klostermodell

15c. Das Klostermodell

Das Klostermodell zeigt den Gebäudebestand zur Zeit der Klosterauflösung 1552 mit Kreuzgang und zahlreichen Nebengebäuden, die teilweise heute noch vorhanden sind, wie das Beinhaus (um 1250) nördlich vom Münster sowie das Kornhaus und die Ruine des Wirtschaftsgebäudes (um 1290). 

zur Beschreibung
15d. Das Kompositretabel

15d. Das Kompositretabel

Im Jahr 2009 wurde im Nördlichen Chorumgang ein Kompositretabel (Altaraufbau) in dieser Form zusammen- und aufgestellt, dessen Teile aus unterschiedlichen Anlässen im Mittelalter und der Barockzeit entstanden sind. 

 

 

Kastentriptychon mit barocken Halbfiguren Adam & Eva an den Kanten der Flügel.

Wie das „Retabel mit der Reliquienmulde“ enthalten die Kästen keine der ehemaligen Bildwerke mehr. Doch aus den in die Rückwände eingeprägten Punzierungen der verlorenen Vergoldung (Nimben, Rautenrasterung der Rückwände) lässt sich ablesen, dass sich im Mittelschrein ein Kruzifix flankiert von jeweils 2 Figuren auf durchgängigem Sockel unter ungewöhnlichen hohen Baldachinen befanden; in den Flügelkästen standen jeweils 2 Figuren (Sockel und Baldachine wie im Mittelschrein).

Abmessungen lassen es wahrscheinlich erscheinen, dass zu diesem Bestand ehemals das Kruzifix (Torso) und die schöne Paulusfigur sowie Architekturfragmente gehörten, die sich in dem kleinen Retabel in der Sakristei befinden. Wann die Arrangierung mit einem derben Kreuz über vegetabil gestaltetem Sockel vor einer gemalten Landschaft erfolgte, ist nicht bekannt. Die barocken Halbfiguren sind sicherlich in der Zeit an das Retabel gesetzt worden, als das Reitermonument geschaffen wurde (Mitte 17. Jh.). Sie machten den Schrein zu einem nicht mehr wandelbarem Retabel mit Sockel und Obergeschoss (beides verloren!).

Die ungewöhnlich hohen Baldachine und deren Höhenverhältnis zur Höhe der Kästen gleichen dem Aufbau in den Schreinen des Kreuzaltarretabels, so dass die Herstellung in derselben Werkstatt vermutet werden kann. Diese Vermutung bestärkt die Qualität  der Paulusfigur, die von demselben Schnitzer geschaffen sein dürfte wie die beiden „Kundschafter mit der großen Traube“ oder die Geschalten in dem Relief „Porta clausa/Hesekiel vor der Tempeltür“. Nicht weniger empfindsam geschnitzt ist der Christus des Kruzifixtorso.

Seit längerer Zeit ist also Standort die große Wandnische links in der Samuel-von-Behr-Kapelle erwogen worden. Die Adam&Eva-Halbfiguren „empfahlen“ die Nähe zum Reitermonument. Doch ist zu prüfen, ob die leeren Kästen seine Wirkung nicht beeinträchtigen. Deshalb soll die Montage reversibel sein. D.h.: auf dem Boden der Nische sollen zwei Kanthölzer (ca.12x12cm) Mit der Spreitzen (gegen die Wölbung) arretiert werden, auf deren vor die Wand kragenden Endungen eine Deckplatte mit umlaufender „Zarge“ befestigt wird, so dass die Balkenendungen verdeckt werden. Anstelle einer Predella sollen zwei Kufen (16.Jh.) unter das Retabel gesetzt werden. Die ursprüngliche Zugehörigkeit (Möbel?) ist nicht bekannt.

Entwurf und Ausführung der Montage: Johannes Voss 2008

 

Auf der Münsterbaukonferenz am 26. September wurde dieses Konzept erläutert und ihm zugestimmt

zur Beschreibung
15e. Die Grabplatte des Heinrich von der Lühe

15e. Die Grabplatte des Heinrich von der Lühe

Die Grabplatte des Heinrich von der Lühe wurde nach der Restaurierung im Jahr 2004 luftumspült vor der Nordwand des Chrorumgangs befestigt. Heinrich starb im Jahr 1401 und gilt als ein aufrichtiger Freund des Klosters. 

Zum Wappen gibt es bei Wikipedia folgenden Eintrag de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BChe_%28Adelsgeschlecht%29 

 

Das Wappen zeigt in Silber eine aufsteigende fünfmal gezinnte blaue Spitze. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken eine wachsende goldgekleidete und goldgekrönte Jungfrau mit offenem goldenen Haar, mit beiden Händen einen goldenen Ring mit Stein vor sich haltend. Wappensage: Zwei Brüder de Lu, beide Ritter in Diensten von Heinrich dem Löwen, befreiten eine wendische Prinzessin aus einer brennenden Burg, vermutlich der Burg Ilow bei Wismar, eine der Hauptburgen des Wenden-Fürsten Niklot, die dieser brennend aufgab, bevor er sich vor den Truppen Heinrichs des Löwen auf seine letzte Festung, Burg Werle, zurückzog. Beide Brüder waren von der Schönheit der Prinzessin verzaubert und begehrten sie zur Frau. Die Prinzessin, die beiden zugetan war, traf die Wahl. Schließlich gab sie einem Bruder einen Strauß, der andere bekam einen goldenen Reif. Dieser war der auserwählte Gatte. Seit dieser Zeit ziert eine gekrönte Prinzessin das Wappen der Familie von der Lühe. Die Wappen der Nachfahren beider Brüder sind identisch - mit einer Ausnahme: Bei den Nachkommen des Bruders, der die Prinzessin heiratete, hält sie einen Ring in ihren Händen, bei den Nachfahren des anderen einen Blumenstrauß. Beide Familienzweige existierten bis in das 18. Jahrhundert. Die Familie mit dem Strauß starb dann aus. Die heute lebenden Namensträger haben den Ring im Wappen.

 

 

 

zur Beschreibung
16a. Die Grabanlage des Grafen Samuel von Behr

16a. Die Grabanlage des Grafen Samuel von Behr

Die Grabanlage des Geheimer Rat und Hofmeister Samuel von Behr (†1621) wurde von Julius Döteber aus Leipzig, der Baldachin 1626 von Cheer Evert Pilot errichtet. Samuel von Behr war Kanzler, Marschall, Minister, Hofmeister und Erzieher unter Herzog Adolf Friedrich.

zur Beschreibung
 16b. Schwan und Hirschgeweih aus der Kloster-Gründungslegende

16b. Schwan und Hirschgeweih aus der Kloster-Gründungslegende

Im nordöstlichen Bereich des Chorumgangs erinnern Schwan und Hirschgeweih an die Kloster-Gründungslegende: Nachdem das erste Kloster zerstört war, suchte Fürst Nikolaus von Rostock einen neuen Standort zur Klosterstiftung. Der Ort sollte durch den ersten während der Jagd erlegten Hirsch angezeigt werden. 

zur Beschreibung

17a. Eine dänische Königin im Doberaner Münster

Die aus Eichenholz geschnitzte frühgotische Grabfigur der Königin Margarete von Dänemark (†1282) gilt als die älteste Grabfigur in Mecklenburg–Vorpommern und die älteste Frauengrabfigur aller Zisterzienserklosterkirchen europaweit. 

zur Beschreibung
17b. Der Corpus-Christi-Altar

17b. Der Corpus-Christi-Altar

Der Corpus-Christi-Altar mit der Abendmahlstafel (um 1330) ist eine der ältesten Tafelmalereien Mecklenburgs. Die Schrifttafel stammt aus dem zweiten Viertel des 14. Jh. Der zweiteilige Altarflügel auf der linken Seite fehlte bereits um 1700. 

zur Beschreibung
17c. Das Retabel der Leiden Christi

17c. Das Retabel der Leiden Christi

Die bildlichen Darstellungen am „Retabel der Leiden Christi“aus dem 14. Jahrhundert mit der Predella eines weiteren Nebenaltars blieben nur in Resten erhalten. 

zur Beschreibung

17d. Der Altar der Kreuzigung Christi durch die Tugenden

Die Mitteltafel des Tugendkreuzigungsaltares aus der Zeit um 1340 zeigt seltende Darstellung der Kreuzigung Christi durch folgende sieben durch Frauengestalten symbolisierte Tugenden: Gehorsam, Beharrlichkeit, Barmherzigkeit, Liebe, Demut, Gerechtigkeit, Friede.

zur Beschreibung
18. Grabmal und Gruft des Herzog Adolf Friedrich I.

18. Grabmal und Gruft des Herzog Adolf Friedrich I.

Das Grabmal und die Gruft des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg (†1658) und seiner Frau Anna Maria von Ostfriesland (†1634) wurden ab 1634 von Julius Döteber aus Leipzig und Daniel Werner aus Rostock im Übergangsstil von der Renaissance zum Barock erbaut. 

zur Beschreibung
 19. Das Oktogon

19. Das Oktogon

Das Oktogon ist eine achteckige Begräbniskapelle für vermutlich 13 mecklenburgische Herzöge, errichtet um 1370 unter Verwendung spätromanischer Säulen und Kapitelle wohl aus der Zeit um 1240. Der Standort hinter dem Hochaltar war ein bevorzugter Begräbnisplatz „unter dem Altare“.

Die letzte Beerdigung fand hier im Jahr 1547 für Herzog Albrecht VII. von Mecklenburg statt.

Beachtenswert sind die spätgotischen Schnitzereien an der Balustrade.

Die 2004 restaurierten Wandmalereien am Oktogon zeigen König Albrecht III. von Schweden (†1412), Herzog Heinrich III., (†1383), Herzog Johann IV. (†1422) sowie Herzog Magnus I. von Mecklenburg (†1384).

zur Beschreibung
20a. Grabtumba König Herzog Albrecht III. und Frau Richardis

20a. Grabtumba König Herzog Albrecht III. und Frau Richardis

Die Grabtumba für Herzog Albrecht III. v. Mecklenburg und König zu Schweden (†1412), beigesetzt im Oktogon und seine erste Frau Richardis von Schwerin (†1377), begraben in Stockholm, zählt zu den wichtigen Beispielen spätgotischer Grabkunst. 

zur Beschreibung
20b. Altar der freudenreichen Jungfrau Maria

20b. Altar der freudenreichen Jungfrau Maria

Der Altar der freudenreichen Jungfrau Maria (15. Jh.) gehört zu den Nebenaltären, die in nachklösterlicher Zeit nicht mehr genutzt wurden und bei denen entweder die Farbfassung in erheblichem Maße oder der gesamte Altar verloren ging. 

zur Beschreibung
20c. Fürstenbild Herzog Ulrich III. von Güstrow

20c. Fürstenbild Herzog Ulrich III. von Güstrow

In der Kapelle mit der Grabtumba des Schwedenkönigs hängen zwei Fürstenbilder aus der Ahnengalerie. Eines zeigt Herzog Ulrich III. von Güstrow (†1603), gemalt im Jahr 1587 vom Niederländer Cornelius Crommeny. 

zur Beschreibung
21. Die Memorialstatue von Herzog Magnus II.

21. Die Memorialstatue von Herzog Magnus II.

Die Memorialstatue von Magnus II. Herzog von Mecklenburg (†1503) ist eine sehr seltene Form eines Epitaphs. Er trägt in der rechten Hand einen Dolch und um den Kopf eine Totenbinde. 

zur Beschreibung
22a. Grabmal von Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg

22a. Grabmal von Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg

Das Grabmal von Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg (†1920) und seiner Frau Elisabeth von Sachsen-Weimar-Eisenach (†1908) wurde um 1910 von Baurat Winter aus Braunschweig gefertigt. Byzantinische Gebäude aus Ravenna und Umgebung gelten als Vorbild, beeinflusst von wilhelminisch-deutschen Baukunst.

zur Beschreibung
22b. Neogotische Farbfassung

22b. Neogotische Farbfassung

In der südöstlichen Chorumgangskapelle blieb nach 1976 im Gegensatz zur übrigen Kirche die neogotische Farbfassung der Restaurierung von Gotthilf Ludwig Möckel aus den Jahren 1896-98 erhalten und wurde nicht zugunsten der Rekonstruktion der mittelalterlichen Raumfassung verworfen. 

zur Beschreibung
23a. Die Rückseite des Levitengestühls

23a. Die Rückseite des Levitengestühls

Das Levitengestühl stammt in den unteren Teilen aus dem 14. Jahrhundert. Der Baldachin und die Rückwand sind eine Rekonstruktion aus dem 19. Jahrhundert. Das Dreigestühl war Platz für den die Messe zelebrierenden Mönch, Diakon und Subdiakon. 

zur Beschreibung
23b. Die Grabplatte des Peter Wise

23b. Die Grabplatte des Peter Wise

An der Südwand befindet sich eine Übersetzung der Weiheurkunde von 1368, die Grabplatte des Heinrich von der Weser und seiner Frau (14.Jh.) und die Grabplatte des Peter Wise, eines Lübecker Kaufmanns und Förderer des Klosters (†1338). 

zur Beschreibung
23c. Bild-Text-Tafel des Peter Wise

23c. Bild-Text-Tafel des Peter Wise

Peter Wise war ein Lübecker Kaufmann und Förderer des Klosters. Er starb im Jahr 1338. Links oberhalb seines Grabsteins hängt eine Bild-Text-Tafel für ihn in Deutsch und Latein. Sie erwähnt drei Altarstiftungen Wises und zeigt ihn in der Mode um 1400. 

zur Beschreibung
24. Das große Renaissance-Fürstenepitaph

24. Das große Renaissance-Fürstenepitaph

An der Westwand des südlichen Querhauses befindet sich ein gemeinsames Renaissance-Fürstenepitaph aus dunklen Kalksteinplatten und heller Alabaster-Einfassung, welches 1583 auf Anordnung Herzog Ulrichs und seiner Gemahlin Elisabeth, geborene Prinzessin von Dänemark, angefertigt wurde.

zur Beschreibung