• Hochaltar Ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte

Experten befürworten Welterbebewerbung

Sakramentsturm (um 1360) - König David
Laiengestühl - Nordreihe (um 1290)

Dezember 2010: Ein Symposium zum Wirken der Zisterzienser im nördlichen Mitteleuropa fand in Bad Doberan statt. Im Rathaus berieten ca. 20 Experten aus dem In- und Ausland über den Antrag zur Aufnahme in das UNESCO Weltkulturerbe. 

In einem Expertengespräch wurden wichtige Fragen zu den Themen Architektur und Kunst, Geistesgeschichte und Spiritualität sowie Wirtschaft und Politik in Bezug auf die Antragstellung zur Aufnahme in das Weltkulturerbe diskutiert. 

Viele Inhalte der bisherigen Antragsunterlagen wurden dabei bestätigt, zu anderen Aspekten gab es kritische Anmerkungen und Empfehlungen für Änderungen. Ziel müsse es sein, der vergleichenden Analyse mit anderen Klöstern bzw. bestehenden Welterbestätten Stand halten zu können. 

In der Diskussion wurde deutlich, dass die hochgotische Ausstattung im Doberaner Münster nicht nur im zisterziensischen Kontext, sondern als Zeugnisse der mittelalterlichen christlichen Liturgie an oberer Stelle zu sehen ist. Dies betonte insbesondere Prof. Dr. Matthias Untermann aus Heidelberg.

Infolge der Tagung wurde weiter intensiv an den Antragsunterlagen gearbeitet.

Martin Heider (Münsterverwaltung)

 

 

 

UNESCO-Weltkulturerbe-Bewerbung für das Doberaner Münster

Hochaltar (um 1300) - ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte
Ältester Sakramentsturm in Deutschland (um 1360)
Der Doberaner Kelchschrank (um 1300)

 

"Doberan bietet als einzige hochmittelalterliche Klosterkirche Europas die Möglichkeit, eine komplexe Kirchenausstattung in ihrer Gesamtheit zu erfahren, eingefügt in eine Architektur von kathedralem Anspruch, ausgeführt auf höchstem künstlerischen Niveau und mit sehr origineller Ikonographie.

Teilweise handelt es sich um die ältesten bekannten Funktionselemente überhaupt, teilweise um einmalige Lösungen.

Doberan ist das am besten erhaltene und damit zentrale Denkmal der kulturellen Erschließung des Ostseeraums im Mittelalter, gleichsam ein Schnittpunkt zwischen dem westlichen und östlichen Europa.

In ihr verbindet sich in singulärer Weise die religiös-monastische Kultur der Reformorden mit fürstlicher Repräsentation im hochmittelalterlichen Europa.",

so begründet Fachberater Prof. Gerhard Weilandt von der Universität Greifswald den außergewöhnlichen universellen Wert der hochmittelalterlichen Ausstattung im Doberaner Münster. 

 

Eine Bewerbung zur Aufnahme dieser einzigartig erhaltenen Innenausstattung in das Weltkulturerbe der UNESCO wurde erarbeitet und im Januar 2013 über das Land Mecklenburg-Vorpommern bei der deutschen Kultusministerkonferenz eingereicht.

 

Zahlreiche Fotos zur hochgotischen Ausstattung ergänzen die textlichen Ausführungen. In der gesonderten Rubrik Fotogalerie finden Sie darüber hinaus insgesamt 471 Abbildungen. In 13 thematisch geordneten Fotogalerien werden auch weniger bekannte und außergewöhnliche Details und Motive vorgestellt. Auch in diesen wird der außergewöhnlich universelle Wert des Doberaner Münsters deutlich.