• Hochaltar Ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte
26.11.2004

Sonderführung zur Weihnachtsgeschichte im Münster

Als Geburtsfest Christi in Bethlehem wurde Weihnachten in Rom bereits im Jahre 336 gefeiert. Der vorchristliche deutsche Festname bezeichnete ursprünglich die erste der zwölf geweihten Nächte um die Jahreswende (24.12 -6.1.). Noch im 4 Jahrhundert verbreitete sich das Fest rasch in der ganzen westlichen Kirche, im Osten zusätzlich zu dem dort älteren Epiphaniasfest.

Die Geburt Christi wird zuerst auf Sarkophagen des 4. Jahrhunderts bildlich dargestellt. Neben Maria, Josef und dem Christuskind werden auch die heiligen drei Könige (Melchior, Balthasar und Kasper) in der mittelalterlichen Kunst häufiger dargestellt.

Im Doberaner Münster blieben viele Darstellungen der weihnachtlichen Ereignisse erhalten. Die meisten dieser befinden sich an mittelalterlichen Ausstattungsstücken des 14. Jahrhunderts. Der 700 Jahre alte Hochaltar und der Kreuzaltar zeigen jeweils eine Darstellung der Geburt Christi, die Verkündigung durch den Engel Gabriel und die Darbringung des Christuskindes in den Tempel. Die Anbetung durch die drei heiligen Könige ist zweimal an anderer Stelle in der ehemaligen Klosterkirche zu finden.

Nur am 2. und 3. Adventssonntag finden jeweils um 11.30 Uhr im Doberaner Münster Sonderführungen zu den Darstellungen der Weihnachtsgeschichte in der Bildkunst des Münsters statt. Den Besuchern werden dabei auch selten zugängliche Darstellung und Räume gezeigt.