• Hochaltar Ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte
13.11.2004

Hubbühneneinsatz bei Sanierungsarbeiten

Viele Besucher sehen in diesen Tagen staunend den Doberaner Mitarbeitern der Firma Elgert Bau bei Wartungsarbeiten am Münster zu. Diese werden erstmals von einer eigens aus Berlin angelieferten Spezialhubbühne durchgeführt.

In fast 30 Meter Höhe wird an den Obergadenfenstern des südlichen Seitenschiffs gearbeitet. Im Umfeld mehrer Fenstern, die in diesem Bereich von 1988 bis 1990 restauriert wurden, müssen erneut Bestandsicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Unter anderem werden schadhafte Brüstungen neu verfugt, da teilweise Unkraut darin wuchert. Durch den porösen Fugenmörtel drang bisher Feuchtigkeit in das Mauerwerk. Auch die unteren Abschlüsse der Fenster werden jetzt so abgedichtet, dass bei Schlagregen kein Wasser mehr in den Innenraum der Kirche dringen kann. In diesem Zusammenhang wird auf den Spitzbögen über den Fensterpfosten und auf den kleinen Kapitellen Taubenabwehr angebracht, damit in Zukunft Tauben nicht mehr darauf sitzen und durch den aggressiven Kot Schaden am mittelalterlichen und neuzeitlichen Backstein angerichtet werden kann. Für diese Arbeiten ist der Einsatz des technischen Gerätes flexibler und kostengünstiger als die Einrüstung der gesamten Südwand am Langhaus der Kirche.

Die genannten Arbeiten sind nur ein geringer Anteil der Gesamtbaumaßnahmen an der ehemaligen Klosterkirche, für die in diesem Jahr mehr als 300.000 Euro ausgegeben werden. Die Kirchgemeinde finanziert ungefähr ein Drittel aus Eigenmittel, unter anderem aus Sonderführungseinnahmen und Spenden. Fördermittel wurden vom Landesamt für Denkmalpflege und über das Förderprogramm "National beudeutende Denkmäler" vom Bund bewilligt.

Das Münster ist auch während der Restaurierungsarbeiten täglich bis 16 Uhr geöffnet. Bei einem Rundgang kann sich der Besucher über den Fortgang der Restaurierungsmaßnahmen an Grabplatten, Wandflächen und zahlreichen Fenstern informieren und dabei auch den Restauratoren bei der Arbeit über die Schultern schauen.