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Umfängliches Buch über die Geschichte von Althof


Kapeele Althof

Anlass: 850 Jahre Gründung des Klosters Doberan im heutigen Althof

4.000 historische Aktenseiten aus 193 Einzelakten ausgewertet – viele neue Erkenntnisse

534 überwiegend bislang unveröffentlichte Abbildungen


Autor: Münsterkustos Martin Heider, Bad Doberan

Titel: „Die Geschichte von Althof – Von der Gründung des Klosters Doberan bis in die Gegenwart“.

Umfang: 328 Seiten, 534 überwiegend bislang unveröffentlichte Abbildungen.

Laut Überlieferung wurden Zisterziensermönche im Jahr 1171 vom Kloster Amelungsborn ausgesandt, um im heutigen Doberaner Stadtteil Althof das Kloster Doberan zu beziehen. Das Jubiläum der 850-jährigen Wiederkehr der Klostergründung war Anlass für eine intensive Auseinandersetzung mit deren Historie. Althof, wie der Ort erst später genannt wurde, stand bereits im späten Mittelalter, in der Frühen Neuzeit und erneut verstärkt seit dem frühen 19. Jahrhundert im Fokus historischen Interesses. Davon zeugen eine Reihe von Schriften.

Eine tiefgehende Gesamtdarstellung der Historie Althofs vom Mittelalter bis in die Gegenwart, die auch den Pachthof samt Gebäudebestand sowie Ziegelei, Erbpachtmühle und weitere Aspekte berücksichtigt, liegt mit diesem Band erstmals vor. Schwerpunkt dieser Arbeit ist die erste systematische Auswertung historischer Handschriften und weiterer Quellen von der Zeit der Klosterauflösung in der Mitte des 16. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Dafür wurden rund 4.000 Seiten Archivgut gesichtet und ausgewertet.

Die Akten bieten auch Einblicke in die Produktionsweise und Abläufe im Ziegelei- und Mühlenwesen sowie in die Landwirtschaft und das gesellschaftliche Leben seit der frühen Neuzeit bis über die frühindustrielle Zeit hinaus.

Das Buch bietet zudem eine einmalige Sammlung von 534 überwiegend bislang unveröffentlichten Abbildungen aus Archiven und Privatbeständen: Pläne, Grundrisse, Schnitte, Postkarten und Fotografien.

Dankenswerterweise haben die Stadt Bad Doberan, die Stiftung der OstseeSparkasse Rostock und der Landkreis Rostock den Druck großzügig gefördert, wodurch das umfängliche Werk qualitativ hochwertig gestaltet und gedruckt werden konnte und zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden kann.

Preis 29,95 Euro. Erhältlich an der Münsterkasse sowie in unserem Shop und über den Buchhandel.

 

 

 

 

Aus dem Inhalt

Bis zur Klostergründung | Die Gründung und die frühen Jahre des Klosters Dobberan im heutigen Althof | Die Grangie des Klosters Doberan bis zur Klosterauflösung | Der Altenhof als Wirtschaftshof des Domanialamtes Doberan | Der Dreißigjährige Krieg | Die Regierungszeit Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin | Die Wiederherstellungsarbeiten an der Kapelle | Der Gebäudebestand samt Ausstattung über die Jahrhunderte | Althof seit dem Ende der Monarchie | 1933 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs | In der sowjetischen Besatzungszone | In der Deutschen Demokratischen Republik | Seit der friedlichen Revolution.

Weitere Hintergrund-/Zusatzinformationen über das Buch

  • Geschichte Althofs chronologisch vom Mittelalter bis in die Gegenwart
  • wissenschaftliche Arbeit, verständlich für interessierte Laien
  • Die Innenseiten des Einbands enthalten vier Karten von Althof samt einer Legende mit 80 Standorten. Die Orientierungsnummern aus diesen Plänen ziehen sich durch den gesamten Haupttext und die Bildunterschriften; so dass eine einfache Orientierung im gesamten Buch möglich ist. So hat die Kapelle die Nr. 1, das ehem. Pächterwohnhaus Nr. 5, die ehem. Wassermühle Nr. 33 und die Ziegelei Nr. 35.
  • mehr als 4.000 Aktenseiten aus 193 Einzelakten und weiteres Archivgut ausgewertet
  • umfänglichste Akte aus dem 18. Jh. hatte dabei einen Seitenumfang von rund 350 Seiten
  • die Auswertung der Akten brachte viele neue Erkenntnisse
  • zudem wurden 129 Publikationen, mitunter wenig bekannte Bücher, viele aus dem 18. u. 19. Jahrhundert, verwendet
  • 774 Fußnoten als Endnoten zum detaillierten Nachweis der Aktensignaturen und der Literaturquellen im Anhang
  • Glossar mit 132 Erläuterungen zumeist wenig oder nicht mehr bekannter historischer Begriffe im Anhang
  • ein Ergebnis der intensiven Aktenrecherche ist die Zusammenstellung einer Liste der Pächter, Müller und Ziegeler in Althof
  • Insgesamt haben 12 Institutionen und 39 Personen das Werk im engeren Sinne durch Zuarbeit von Bildmaterial bzw. Informationen unterstützt
  • qualitativ hochwertige Umsetzung und Gestaltung des Materials durch den Imhof-Verlag, der zu den erstklassigen Kunstverlagen in Deutschland zählt. (Mediengestalterin: Meike Krombholz). Dort wurden bereits die Bände Gerhard Weilandt, Kaja von Cossart (Hrsg.) „Die Ausstattung des Doberaner Münsters“ (2018) und Martin Heider, Christian Kayser (Hrsg.) „Das Doberaner Münster – Bau, Geschichte, Kontext“ (2020) herausgegeben. Nun sind alle drei Bände an der Münsterkasse erhältlich.
 

 

850. Klosterjubiläum – Eine Übersicht der Angebote


Viele Personen und Institutionen engagieren sich für das 850. Klosterjubiläum.

Zu den Angeboten zählen die Jubiläums-Museums-Sonderausstellung, Führungen, ein Festtag mit Handwerkermarkt, Festgottesdienst und Konzert, die Jubiläumsmedaille sowie ein Jubiläumsband und eine Broschüre über die Historie Althofs.

Hier das aktualisierte Programm


 

Jubiläums-Sonderausstellung bis 31. Oktober 2021

 

LuebeckerKreuz DetailSchaf

Plakat - Stadt- und Bädermuseum Bad Doberan.

 

Das Stadt- und Bädermuseum Bad Doberan zeigt anlässlich des 850-jährigen Gründungsjubiläums des Klosters im heutigen Althof bis zum 31. Oktober 2021 die Sonderausstellung „850 Jahre Klostergründung in Althof“.


Öffnungszeiten


Dienstag bis Freitag 10.00 bis 16.00 Uhr

Samstag und Sonntag 11.00 bis 16.00 Uhr

Die Ausstellung ist bis zum 31.10.2021 zu sehen.

 

 

850 Jahre Gründung des Klosters – Führungen und Veranstaltungen


Der Überlieferung nach wurden die Mönche aus dem Kloster Amelungsborn am 1. März 1171 auf den Weg nach Althof gesandt. Im Rahmen des Klosterjubiläums finden verschiedene Führungen und Veranstaltungen statt (Stand 31.08.2021):

 

Jeden Sonnabend bis Ende September 11 bis 13 Uhr

Offene Kapelle Althof

 

Freitag 10. September 2021 um 15 Uhr und um 17 Uhr

Althof-Sonderführungen mit Münsterkustos Martin Heider

Sonderführung 1: 15 Uhr: Kapelle/Pachthof/Scheunen.

(Treffpunkt: Kapelle Althof)

Sonderführung 2: 17 Uhr: Bahnhof/Industriegelände/Katen/Mühle/Ziegelei.

(Treffpunkt: Bahnhof Althof - neues Führungsangebot)

 

Sonntag 12. September 2021 von 10 -13 Uhr

Naturkundlich-historische Führung mit Dipl.-Biol. Ina Sakowski

(Treffpunkt: Klosterruine Althof)

 

Samstag, den 18.09.2021

Festtag in Althof

11:00-17:30 Uhr: Traditioneller Handwerkermarkt in der Ruine und weitere Angebote im Ort (organisiert durch den Althof-Verein). Freier Eintritt.

Viele Stände, die Regionales, Handwerkliches, Kulinarisches und Künstlerisches feilbieten. Eine große Tombola mit Gewinnausschüttung am laufenden Band. Musikalische Begleitung durch die Band Scherbelhaufen.
Für Essen und Getränke ist gesorgt. Vereinscafe und Knobifront sichern die Verköstigung der Gäste.

18:00 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst mit Bischof Tilmann Jeremias auf der Wiese vor der Kapelle Althof (organisiert u. a. durch die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Bad Doberan und die Katholische Pfarrgemeinde)

Ganztägig: Kapelle Althof für Besucher geöffnet. An der Kapelle soll an einem durch den Münsterbauverein e. V. betreuten Stand der neue Band über die Geschichte Althofs erhältlich sein.

 

Sonntag 19. September 2021 von 10 -13 Uhr

Naturkundlich-historische Führung mit Dipl.-Biol. Ina Sakowski

(Treffpunkt: Klosterruine Althof)

 

24.-26. September

Doberaner Klostertage

u. a. mit thematischem Bezug auf den Ort und die Zeit der Klostergründung.

 

Sonntag 26. September 2021 um 12 und um 14.30 Uhr

Althof-Sonderführungen mit Münsterkustos Martin Heider im Rahmen der Klostertage

Sonderführung 1: 12.00 Uhr: Kapelle/Pachthof/Scheunen.

(Treffpunkt: Kapelle Althof

Sonderführung 2: 14.30 Uhr: Bahnhof/Industriegelände/Katen/Mühle/Ziegelei.

(Treffpunkt: Bahnhof Althof).

 

 

Jubiläumsmedaille 2021 im Münster erhältlich


Kapeele Althof

Kapeele Althof

Ein neues Faltbaltt "Jubiläumsmedaille & Jubiläumsband 2021" – 850 Jahre Gründung des Klosters Doberan im heutigen Althof informiert neben kurzen Informationen zur Althof-Historie wie folgt über die Jubiläumsmedaillen von 1971 und 2012.


Die Jubiläumsmedaille würdigt den Entstehungsort des Klosters, das heutige Althof. Sie erwähnt den Ort und zeigt die an historischer Stelle stehende Kapelle. Die Medaille hat einen Durchmesser von etwa 35 mm und besteht aus einem Eisenkern, der altmessing patiniert wurde. Sie zeigt die Kapelle Althof und stellt mit zwei nachgestalteten kleinen Kacheln aus der Grabstelle der Stifterin Fürstin Woizlawa eine Verbindung zu ihrem Gatten Pribislaw, dem Herrn von Mecklenburg, her. Das Eichenlaub stellt einen Hinweis auf die aus Holz gebaute Anlage dar.

Entsprechend des Jubiläums ist die Auflage auf 850 Exemplare limitiert. Des Weiteren gab es 85 Exemplare in massivem Feinsilber (bereits ausverkauft). Herausgeber dieser Medaille ist die Münsterverwaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde im Zusammenwirken mit der Interessengemeinschaft „Doberaner Münzfreunde“.

 

 


Verkaufsdaten der Medaillen

2021
Altmessing, 850 Exemplare – 10,00 Euro (im Münster)
2021 Feinsilber, 85 Exemplare – 40,00 Euro (ausverkauft)
1971
Kupfer (Restbestand) – 15,00 Euro

Bezug der Medaille 2021 täglich im Doberaner Münster (T. 038203-62716), der Medaille 1971 nur über die Doberaner Münzfreunde (Jürgen Hamann, Tel. 038203 17728)
 

 

 

Umfängliches Buch über die Geschichte von Althof


Kapeele Althof

Martin Heider: „Die Geschichte von Althof. Von der Gründung des Klosters Doberan bis in die Gegenwart“.


Das Jubiläum der 850-jährigen Wiederkehr der Klostergründung war der Anlass für eine intensive Auseinandersetzung mit dessen Historie.

Eine tiefgehende Gesamtdarstellung der Historie Althofs vom Mittelalter bis in die Gegenwart, die auch den Pachthof samt Gebäudebestand sowie Ziegelei, Erbpachtmühle und viele weitere Aspekte berücksichtigt, erscheint nun erstmals mit einem neuen Band.

Wesentliche Hinweise liefern auch die thematisch bzw. chronologisch in den Text eingebetteten, 534 überwiegend bislang unveröffentlichten Abbildungen aus Archiven, Privatbeständen und weiteren Institutionen: Pläne, Grundrisse, Schnitte, Postkarten und Fotografien.

 


Michael Imhof Verlag, Petersberg 2021; 334 Seiten, 534 Abbildungen

(Preis 29,95 Euro, erhältlich ab Ende August 2021 im Doberaner Münster und über den Buchhandel)

 

 

Weitere Publikation über die Historie Althofs mit Zeitzeugenberichten


Der Althof-Verein bringt eine Broschüre über die Historie Althofs heraus. Maßgeblich erarbeitet wurde diese Publikation von Frau und Herrn Dr. Frenkel (Althof). Zeitzeugenberichte bieten einen interessanten Einblick. Weitere Informationen sind über den Althof-Verein erhältlich.

 

Beschilderung eines Klosterwegs von Bad Doberan nach Althof


Der Verein der Freunde und Förderer des Klosters Doberan realisiert die Beschilderung dieses Weges von der Klosteranlage in Bad Doberan zum Gründungsort des Klosters im heutigen Stadtteil Althof.

 

 

Naturkundlich-historisch von Althof zum Hütter Wohld


Anlässlich des 850jährigen Jubiläums der Gründung des Klosters Doberan finden auch naturkundlich-historische Führungen unter dem Titel

"Auf den Spuren der Zisterzienser-Mönche"

von Althof in den Hütter Wohld statt.

Sie werden durchgeführt von Dipl.-Biologin Ina Sakowski.

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Die nächsten Termine:

Sonntag 12. September 2021 von 10 -13 Uhr

Sonntag 19. September 2021 von 10 -13 Uhr

sowie auf Anfrage ganzjährig, (bevorzugt April – Okt.)

Dauer: 3 Stunden
Treffpunkt: Althof, Parkplatz an Kloster-Ruine
Anmeldung erforderlich: 038295 / 724 669 (AB)

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Weitere Informationen auf der Homepage von Ina Sakowski

 

 

Neu: Täglich eine Münster-Innen- und Außenführung


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Anstatt der Außenführung wird nun täglich um 11 Uhr probeweise eine öffentliche kombinierte Innen- und Außen-Münsterführung angeboten.


Es wird derzeit probeweise praktiziert, die tägliche öffentliche Münsterführung um 11 Uhr zumindest teilweise wieder im Innenraum des Münsters stattfinden zu lassen. Im Hinblick auf Kälte und Regen im Herbst und Winter wird eine Alternative zur bisherigen Außenführung geschaffen.

Dazu gibt es drei feste Bereiche, in denen sich die Führungen jeweils für rund zehn Minuten aufhalten:

  • 1. im Westteil, Bankreihen westlich vom Kreuzaltar (Abb. 2), nördlicher Block,
  • 2. im Chorraum, in den Bänken auf der südlichen Seite
  • 3. in der Pribislawkapelle (im vorderen Bereich, rund um den Sarkophag).

Auf diese Weise können den Besuchern wieder verschiedene Bereiche des Münsters gezeigt werden; gleichzeitig ist es durch die vorgegebenen Bereiche und Zeiten möglich, dass andere Gäste mit dem notwendigen Abstand an der Gruppe vorbei kommen bzw. nicht zu lange warten müssen, um diese Bereiche ebenfalls zu betreten.

Die Teilnehmerzahl ist vorerst weiterhin auf 15 Personen begrenzt, so dass sich die Gäste in den Bankreihen mit entsprechendem Abstand verteilen können und die Führungsperson trotzdem gut zu verstehen ist.

Nach diesen insgesamt rund 30 Minuten wird die Führung im Außenbereich fortgesetzt bzw. kann wie bisher die Möglichkeit gegeben werden, sich weitere Bereiche des Innenraums individuell anzusehen. Man verlässt die Kirche über das nördliche Seitenschiff und ein eigens aufgebautes Drehkreuz am Westausgang, damit die vorgeschriebenen Abstände im Eingangsbereich eingehalten werden können.

 

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Durch dieses neue Konzept können die weiterhin geltenden Abstandsregelungen im Doberaner Münster eingehalten werden, ohne den wieder gestiegenen und dennoch recht flüssigen Besucherverkehr nicht durch Führungen zu beeinträchtigen. Besichtigt wird beim Außenrundgang (witterungsabhängig) auch das nördlich vom Münster gelegene spätromanisch-frühgotische Beinhaus aus der Mitte des 13. Jahrhunderts.

Die Teilnehmer der kombinierten Innen- und Außenführung können mit der Führungseintrittskarte im Anschluss den Münster-Innenraum eigenständig weiter besichtigen. Dazu kann das kostenfreie Rundgangblatt oder die ausführlicheren Kleinen Kunstführer oder Bücher verwendet werden.

Führungen für Gruppen sind in begrenztem Maß auf schriftliche Anmeldung an die Küsterei am Münster, Prüfung der Realisierbarkeit und schriftlicher Bestätigung möglich.

In der Regel zweimal an einem Nachmittag monatlich, im September aufgrund der Doberaner Klostertage zweimal, werden in Althof Außenführungen anlässlich des Jubiläumsjahres angeboten, auf Nachfrage auch zu gesonderten Terminen.


Kontakt:
Küsterei am Münster

Tel: 038203-62716
Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Öffentliche Deckengewölbe-, Turm- und Gewölbeführungen bleiben weiterhin ausgesetzt.

 

 

 

Gottesdienste und Andachten


LuebeckerKreuz DetailSchaf

Folgende Gottesdienste und Andachten werden unter Einhaltung von Hygienebestimmungen in Präsenz gefeiert. Herzlich Willkommen!

Sonntags 9:30 Uhr

Gottesdienst auf der Wiese am Gemeindezentrum, Klosterstraße 1b, bzw. witterungsbedingt im Münster, Klosterstraße 2.

Am 5. September ist kein Evangelischer Gottesdienst um 9.30 Uhr. Die Katholische Wallfahrt findet an diesem Tag um 11 Uhr westlich vom Doberaner Münster statt.

Mittwochs 12:00 Uhr

Mittagsgebet im Münster

Jeden 1. u. 3. Donnerstag im Monat 8.00 Uhr

Mette am Kreuz nördlich vom Münster

1. Donnerstag im Monat 19.30 Uhr

Taizéandacht im Münster

Freitags 13.30 Uhr

Klimaandacht im Münster

Samstags 19.00 Uhr

Abendgebet vor der Kapelle Heiligendamm

 

 


Für diese Veranstaltungen gilt die Beachtung entsprechender Hygienemaßnahmen.

Weitere Informationen auf der  Homepage der Ev.-Luth. Kirchengemeinde

 

 

 

Althof als Grangie des Klosters Doberan ab 1186


pribislav

Fliesen in der Kapelle Althof aus der Zeit um 1300 (Foto: Martin Heider)

Aus der Historie von Althof: Am Gründungsort des Klosters Doberan war ab 1186 bis zur Klosterauflösung im Jahr 1552 eine Kloster-Grangie. Diese Folge thematisiert die Zeit bis um 1300.

Die erste Folge über die Historie des Klosters Doberan thematisierte die Zeit der Gründung des Klosters Doberan im heutigen Althof. Wie ging es weiter? Als Landesherr Pribislav bei einem Reitturnier am 30. Dezember 1178 in Lüneburg verstarb, entbrannten Unruhen um seine politische Nachfolge im Land. Dabei wurde das junge Kloster am 10. November 1179 zerstört. Laut der rund 200 Jahre später entstandenen Kirchberg-Chronik erlitten alle 78 Insassen den Tod. Lediglich Abt Conrad, wohl auf einer Dienstreise, überlebte und starb 1180 im Mutterkloster Amelungsborn. Bischof Berno war noch auf Romreise.

Somit fehlte der landesherrliche und kirchliche Rückhalt im Land. 1186 wurde das Kloster drei Kilometer nordwestlich im heutigen Doberan neu eröffnet. Alt-Doberan (Althof) wurde nun ein Wirtschaftshof (Grangie) des Klosters und blieb dies bis zur Klosterauflösung im März 1552.

Der Name „Antiqua Doberan“ (Alt-Doberan) für die Stätte der Erstgründung des Klosters ist erstmals für das Jahr 1273 urkundlich bekannt. 1319 spricht man dann von „Antiqua curia“, dem Alten Hof, der zum Ortsnamen Althof führte und welcher Sitz eines vom Kloster bestellten Hofmeisters (magister curie) wurde. „Antiqua Doberan“ kommt in verschiedenen Schreibweisen und Beugungen bei Kirchberg um 1378 und in Quellen des 15. Jahrhunderts vor. Die frühneuzeitlichen Quellen verwenden zumeist die Bezeichnung „Altenhof“ oder „Oldenhof“.

Aus der frühen Zeit der Klostergründung und der Grangie blieben keine sichtbaren baulichen Zeugnisse erhalten. Sowohl die Kapelle als auch die Ruine der sogenannten Klosterscheune sind im Kern Relikte aus der Zeit um 1300 im gotischen Stil, entstanden um die Zeit der großen Baukampagne in Doberan, mit Klosterkirche (Münster), Umbauten im Klausurtrakt, Wirtschaftsgebäude, Kornhaus, Wollscheune und Klostermauer. Offenbar besaß das Kloster die finanziellen und sonstigen baulichen Kapazitäten, um neben den umfangreichen Baumaßnahmen im Klosterort Doberan auch die Grangie mit massiven neuen Bauten auszustatten.

Die Mosaikziegelfunde in der Kapelle (Abb.) wurden im frühen 19. Jahrhundert fälschlicherweise in die romanische Bauzeit des späten 12. bzw. frühen 13. Jahrhunderts datiert und damit als Teile der ältesten Backsteinkirche Mecklenburgs interpretiert. Sie stammen jedoch sehr wahrscheinlich, analog zu den Ziegeln im Doberaner Münster, aus dem späten 13. bzw. frühen 14. Jahrhundert. Auch auf den wenigen figürlichen Althöfer Exemplaren sind u. a. Tiere, Fabelwesen und eine Lilie dargestellt. Ebenso dürfte die Woizlawa-Inschrift aus dieser Zeit stammen (Abb.).

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Nordwand der Kapelle Althof, Inschrift, um 1300, mit Nennung der Fürstin Woizlava als „Klosterstifterin“ „Fundatrix Woizlava“ (Foto 2021). Ihre Mitwirkung bei der Gründung wird erst später u. a. durch diese Inschrift überhöht. Foto: Martin Heider (Bad Doberan)

 

 

Naturkundlich-historisch von Althof zum Hütter Wohld


kindermünsterführer

 

kindermünsterführer

Anlässlich des 850jährigen Jubiläums der Gründung des Klosters Doberan finden auch naturkundlich-historische Führungen unter dem Titel "Auf den Spuren der Zisterzienser-Mönche" von Althof in den Hütter Wohld statt. Sie werden durchgeführt von Dipl.-Biologin Ina Sakowski.


Im März 1171 trafen zwölf Zisterziensermönche mit ihrem Abt Conrad im heutigen Althof (Oldehoff, Altenhof), nahe dem nordwestlichen Rand des Hütter Wohldes, ein und errichteten ein Kloster. Als Stifter gilt der zum christlichen Glauben übergetretene, ehemalige Slawenfürst Pribislaw. Er erhielt von den deutschen Eroberern unter Heinrich dem Löwen das Land seines Vaters Niklot als Lehen.

Nach nur acht Jahren wurde das Kloster zerstört und die Mönche getötet. Die Ruine des großen Wirtschaftsgebäudes und eine kleine Kapelle mit dem Grab der 1172 verstorbenen Woizlawa werden zum Beginn der Führung besichtigt und geschichtlich erläutert.

Weiter geht’s auf einem schönen, baumgesäumten Hohlweg zum Hütter Wohld, wo wir auf einem alten Pilgerweg bis zum Pflanzgartenteich gelangen. Dieser gehört zu einer, von den Zisterziensermönchen vor ca. 750 Jahren errichteten Kette von ursprünglich mehr als 20 Stauteichen. Hier machen wir kurz Rast und erfahren Interessantes über die geologische Entstehung und naturräumliche Einordnung des 350 ha großen Waldgebiets, die ersten nachweisbaren Spuren menschlicher Besiedlung , das Gewässersystem und Abflussgeschehen sowie die Hydrologie und fischereiliche Nutzung.

Der Rückweg nach Althof verläuft im nördlichen, von mit Altbuchen bestandenen Waldbereich, wo wir auf weichen Pfaden die Tier- und Pflanzenwelt entdecken und erleben werden. Kurz vorm Einbiegen auf den alten Hohlweg umrunden wir ein schilfgesäumtes Stillgewässer und werden an der Waldkante von großen Baumriesen gegrüßt.

Im Hütter Wohld hat sich aufgrund des kleinräumigen Wechsels sehr unterschiedlicher Lebensräume eine einzigartige Flora und Fauna mit einer Vielzahl von gefährdeten und geschützten Arten entwickelt, so z.B. Bachneunauge, Rotbauchunke, Großer Abendsegler, Rotmilan, Gebirgsstelze, Edelkrebs, Mopsfledermaus und Grüne Waldhyazinthe.

Daher wurde der der Wald 1999 als Naturschutzgebiet und 2004 als Europäisches Schutzgebiet (FFH-Gebiet) ausgewiesen.


Mitzubringen sind geeignetes Schuhwerk, gute Laune und ggf. Trinken !
Empfehlenswert ist im Anschluss ein schmackhafter Imbiss beim ansässigen Fischer !
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen MVs.
Leitung: Dipl.-Biol. Ina Sakowski

https://www.ina-sakowski.de/


Die nächsten Termine der naturkundlich-historischen Führung mit Dipl.-Biol. Ina Sakowski:
Samstag 28. August 2021 von 10 -13 Uhr
Sonntag 12. September 2021 von 10 -13 Uhr
Sonntag 19. September 2021 von 10 -13 Uhr
sowie auf Anfrage ganzjährig, (bevorzugt April – Okt.)

Dauer: 3 Stunden
Treffpunkt: Althof, Parkplatz an Kloster-Ruine


Anmeldung (erforderlich!) und weitere Informationen zu beiden Führungen:

038295/724669 (AB)
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Sonderführung: Mythos um Kapelle Althof wird geklärt


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Der um 1975 abgerissene Schweinestall unweit der Kapelle
(Sammlung: Münsterverwaltung/Familie Maichel)


Die OSTSEE-ZEITUNG berichtete am 6. Juli über die erste Sonderführung in Althof: "Martin Heider erzählt mit Bildern und Grafiken die Geschichte von Althof.

Vom Englischen Park in Althof, in dem die Kurgäste Bad Doberans einst spazieren gingen, und dem Pachthof, den es hier mit Viehwirtschaft gab, erzählt die neue Sonderführung von Martin Heider in Althof, die am Sonnabend erstmals stattgefunden hat. Sie klärt auch mit einem Mythos auf.

Anlass der Sonderführung ist die Gründung des Klosters Doberan im heutigen Bad Doberaner Stadtteil Althof, die in diesem Jahr 850 Jahre zurückliegt. „Ich kann gleich den Mythos aufklären, dass sowohl die Kapelle sowie die sog. Klosterscheune aus der frühen Klosterzeit stammen“, sagt Martin Heider, Kustos des Münsters in Bad Doberan. „Durch Schriften im 19. Jahrhundert entsteht dieser Mythos.

Das Kloster wurde 1171 bezogen und 1179 zerstört. Von den Bauten aus der Klostergründungszeit blieb in Althof nichts Sichtbares erhalten.Die Kapelle und die Scheune wurden um 1300 gebaut. Die Vorgängerkapelle muss eine hölzerne gewesen sein, so Martin Heider. Nach der Zerstörung des Klosters in Althof wurde es im heutigen Doberan 1186 neu eröffnet. Althof wurde eine Grangie, ein Wirtschaftshof des Klosters. Nach der Klosterauflösung im März 1552 wurde Althof ein Wirtschaftshof der mecklenburgischen Herzöge. Die Kapelle wurde nun bis in das frühe 19. Jahrhundert als Backhaus genutzt.

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Die sog. Klosterscheune um 1975/80, vor dem Verfall zur Ruine
(Sammlung: Münsterverwaltung/Familie Maichel)


Nach einem Blitzeinschlag fand man in der Kapelle Inschriften und Mosaikziegel. „Das war Anlass genug, die Kapelle als Bauwerk wiederherzurichten. Allerdings nicht zur gottesdienstlichen Nutzung, sondern quasi als Museum oder Mausoleum.“

Denn hier liegt Woizlava, die Frau des slawischen Obotritenfürst Pribislav, der die Klostergründung mit veranlasst hatte, begraben. Ihr heutiges Aussehen verdankt die Kapelle Baumeister Gottlieb Ludwig Möckel, der sie von 1885 bis 1888 restaurierte und ihr eine einheitliche neogotische Ausstattung gab, nun auch für Gottesdienste. Vor der Kapelle zeigt Martin Heider eine bislang unveröffentlichte Federzeichnung aus dem Jahr 1821. Was heute einfache Fenster über dem Portal sind, waren damals zwei Wappenfenster, eines von Doberan, das andere von Mecklenburg.

Von der Kapelle geht es in Richtung Scheunen-Ruine. Martin Heider erläutert anhand von alten Zeichnungen, wo sich welche Gebäude des Pachthofes befunden haben. Während das Backhaus von 1822 und das Pächterwohnhaus (Gutshaus) noch stehen, sind unter anderem das Schweinehaus (Abb.), der Schafsstall, Milchenhaus oder Feldscheune Geschichte. Bei der Recherche sei ihm deutlich geworden, welche Vorgängerbauten es seit der Frühen Neuzeit gab und was über die letzten Jahrzehnte verloren gegangen sei, so Martin Heider.

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Die ehemalige Wassermühle (um 1910)
(Sammlung: Herbert Drechsler)


So auch große Teile der sogenannten Klosterscheune. Ein Foto von 1974 zeigt, wie sie einst aussah. Weiter Bilder zeigen, wie sie nach und nach verfällt. Bis 1980 war das Haus noch als Lager genutzt worden, sagt Martin Heider. Als das Reet vom Dach rutschte, verfällt das Gebäude immer mehr. Mit dem Abriss seien das Dachtragwerk, die Giebel, das Scheunentor und der Anbau verloren gegangen. Heute stehen hier nur noch die Grundmauern.

Weiteres Thema der Führung: Der Englische Park zu Zeiten von Großherzog Friedrich Franz, der um die Kapelle angelegt worden war. Die Wegebeziehungen seien in Grundzügen noch vorhanden, so Heider. „Althof war zunächst das Ausflugsziel Nummer 1 für Kurgäste.“ Sein Wunsch für die Bundesgartenschau 2025, für die sich Bad Doberan als Außenstandort bewirbt: „Dass man die alten Wegebeziehungen wieder erlebbar macht.“

Am 16. Juli wird es um 15 und 17 Uhr die nächsten Sonderführungen durch Althof geben. (...)"

Anja Levien

 

 

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