Publikation zur Historie Bad Doberans im Jahr 1945 für Ende Juni geplant


1941 Blick aufgenommen von der Althoefer Straße

Diese Aufnahme (Ausschnitt) von 1941, aufgenommen von der Althöfer Straße (heutige Clara-Zetkin-Straße) Nr. 16 in nördlicher Richtung, zeigt hinter dem unbebauten Wiesenweg den Gebäudebestand rund um den Parkentiner Weg sowie, weiter entfernt, den Bereich der später in der DDR stark bebauten Siedlung auf dem Buchenberg. Das 1945 offene Gelände versuchte man zum Kriegsende mit Panzer-Sperren bzw. oder nahe dem Buchenberg militärisch zu sichern. „Doberan-Album“, H.-J. Seeger (Berlin). Sammlung Robert Dröse (Kühlungsborn).

Zuletzt gab es wiederholt Nachfragen zu dem geplanten Buch „Bad Doberan 1945 – Zusammenbruch und Neuanfang“. Es ist noch in Arbeit und könnte möglicherweise Ende Juni vorliegen.


Die Publikation wird rund 330 Seiten mit über 300 Abbildungen umfassen. Zahlreiche Informationen, Pläne, Zeichnungen und Fotos werden in diesem Band erstmals veröffentlicht (Autor: Martin Heider).

Die geplante Publikation über Bad Doberan im 1. Halbjahr 1945 führt in Form einer großen Zeittafel durch eines der dramatischsten Jahre der Stadtgeschichte. Sie bündelt in dichter Abfolge Ereignisse, Dokumente und Erinnerungen, die den Weg vom NS-Herrschaftsalltag über den militärischen Zusammenbruch bis zu den ersten schwierigen Schritten des Neuanfangs sichtbar machen.

Im Zentrum stehen vom Autor transkribierte Originalquellen: Akten aus dem Stadtarchiv Bad Doberan, dem Archiv des Landkreises Rostock, dem Landeshauptarchiv und dem Landeskirchlichen Archiv Schwerin, Einträge in der Pfarrchronik, zeitgenössische Zeitungsberichte sowie private Briefe und Berichte.

Ergänzt werden sie durch zumeist unveröffentlichte und einige bereits publizierte Zeitzeugenberichte, die sowohl zeitnah nach 1945 als auch in späteren Jahrzehnten entstanden sowie Inhalte aus den Gesprächsrunden „80 Jahre Kriegsende“ im Jahr 2025. Auf diese Weise verbindet das Buch Stimmen der damaligen Zeit mit späteren Rückblicken und aktuellen Einordnungen.

Die Struktur folgt im Kern der Chronologie: Tag für Tag, für die ersten Maitage Stunde für Stunde, werden Entwicklungen nachgezeichnet – von scheinbarer Normalität und kriegsbedingter Überforderung Anfang des Jahres über Flucht, Luftkrieg, Reichsarbeitsdienstlager, Lazarette und Volkssturm bis hin zu Besatzung, Gewalt, Wohnungsnot, Entnazifizierung und organisatorischen Neuanfängen in den ersten Nachkriegswochen.

Thematische Einschübe (Exkurse) zu Akteuren, Institutionen und Schauplätzen – etwa zu Todesfällen, besonderen Funktionsträgern, Einrichtungen oder Straßennamen – verzahnen die punktuellen Einträge der Zeittafel zu einem vielfältigen Bild.

Die Dokumentation versteht sich nicht als abschließende Darstellung, sondern als Zwischenstand in einem laufenden Prozess des Sammelns, Sicherns und Auswertens. Viele Dokumente sind gefährdet, durch Alter, technische Obsoleszenz oder die Endlichkeit der Zeitzeugengeneration. Zugleich kommen immer wieder neue Quellen hinzu.

Das „Book on demand“-Format ermöglicht es, in etwaigen künftigen Auflagen Ergänzungen und Korrekturen aufzunehmen.  Die Hoffnung ist, dass diese Zeittafel hilft, diesen außerordentlichen Zeitabschnitt in der Doberan Geschichte genauer zu verstehen und damit eine Grundlage schafft, aus der Vergangenheit Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu entwickeln.

Wer vorab Auszüge aus einem Kapitel zu den Geschehnissen vor genau 81 Jahren, rund um den 1. Mai 1945 lesen möchte, kann den kostenfreien Doberaner-Münster-Mai-Newsletter bestellen. Dazu benötigen wir eine kurze Nachricht an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. . Wenn Sie mögen, erhalten Sie den Newsletter auch danach weiter. Dieser erscheint monatlich und ist dauerhaft kostenfrei.

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