Dachtragwerk, Fußboden und ältestes Mauerwerk


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Foto (Anja Levien - OZ): Schäden durch Salze und Feuchtigkeit: Die Gedenktafeln in der Johann-Albrecht-Kapelle sollen restauriert werden.

2021 soll es mit der Gewölbesanierung losgehen. Es ist nicht das einzige Projekt in den kommenden drei Jahren.

Der Dachstuhl soll gereinigt werden – im Hauptschiff zum zweiten Mal, im Chorumgang erstmals. Hintergrund: „Im Zweiten Weltkrieg hatte man das Holz mit Kalk eingestrichen als Isolierschicht, falls Brandbomben abgeworfen worden wären. Man hoffte, dass es die Brandausbreitung eindämmt“, erläutert Heider. In den späten 1960er Jahren seien Holzschutzmittel aufgetragen worden und das habe in der Summe die Holzoberfläche angegriffen.

Weiteres Projekt: Die Gedenktafeln in der Johann-Albrecht-Kapelle, in der Großherzog Johann Albrecht und seine Frau, Prinzessin Elisabeth von Sachsen-Weimar- Eisenach, begraben liegen, sind durch Salze und Feuchtigkeit geschädigt. „Die Oberfläche ist so porös geworden, dass dort eine Sicherung und Restaurierung durchgeführt werden muss“, so Heider.

Im südlichen Chorumgang sollen der Fußboden saniert und die technische Infrastruktur erneuert werden. Dabei seien auch wieder archäologische Untersuchungen geplant wie schon bei der Fußbodensanierung 2018. Damals waren die Fundamente des Vorgängerbaus freigelegt worden. „Wir haben nicht das Ende des Fundamentes nach Osten hin erreicht. Da ist es spannend zu gucken, wie weit es denn geht.“ Jetzt sei schon klar, die Vorgängerkirche muss größer gewesen sein, als bisher bekannt war.

Draußen am Münster zeigt Heider das vierte Projekt: Die Westwand des südlichen Seitenschiffs. „Das ist der Rest von der romanischen Vorgängerkirche, der ursprünglich durch den Kreuzgangstrakt verdeckt war und erst bei dessen Abriss im 17. Jahrhundert zum Vorschein kam“, sagt Heider. „Der soll behutsam saniert werden.“ 

 

 

Münster täglich als Raum der Stille geöffnet


Aufgrund der Entwicklung der Corona-Pandemie und der damit verbundenen politischen Entscheidungen ergeben sich weiterhin starke Einschränkungen für den Besuch des Münsters.

Der Besuch aus kunsthistorischem und touristischem Interesse ist nicht gestattet. Es entfallen weiterhin die reguläre Besichtigung und alle öffentlichen und angemeldeten Führungen.

Für das persönliche Gebet, die persönliche Andacht, das Anzünden von Kerzen und das stille persönliche Verweilen bleibt die Kirche weiterhin geöffnet.  Dies erfolgt täglich von 11 bis 13 Uhr. Es bleiben Änderungen vorbehalten.

 

Passionsandachten


Die Münstergemeinde und die anderen christlichen Gemeinden in Bad Doberan laden in der Passionszeit zu sieben besonderen Andachten immer donnerstags 18 Uhr ins Münster ein.

Jeweils am Donnerstag um 18:00 Uhr, beginnend am 18.2.2021 bis 1. April 2021, finden diese mit Musik gerahmten Gebete statt. Inhaltlicher Zusammenhang in diesen Andachten sind die Kreuzwegstationen Jesu, seine Schritte durch das Leiden bis zu seiner Kreuzigung.

Bis zum Abschluss dieser Andachtsreihe am Gründonnerstag besteht auf diese Weise die Möglichkeit, einen gemeinsamen Weg zu gehen und dabei auch das Leid unserer Zeit besonders in den Blick und ins Gebet zu nehmen

Auch die Einladungen zum Mittagsgebet (mittwochs, 12:00), zur Klimaandacht (freitags 13:30) und zum sonntäglichen Morgengebet (sonntags 9:30) bleiben weiterhin bestehen.

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