• Hochaltar Ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte

Spendenprojekte

Spendenaktion für das Jahr 2017

Der Vorstand des Münsterbauvereins hat beschlossen, die Restaurierung des Reiterstandbildes noch einmal zusätzlich mit weiteren 5000 € zu unterstützen.

Bereits im Jahr 2013 begannen die umfangreichen Voruntersuchungen und die Maßnahmebeschreibung für die Restaurierung des Reiterstandbildes des Fürstlich Mecklenburgischen Geheimen Rates und Hofmeisters Samuel Behr (1575-1621). Seit dem Jahr 2015 erfolgen die mitunter komplizierten Arbeiten zur Bestandssicherung und Restaurierung, die im Jahr 2016 entscheidend fortgeführt wurden und ihren Abschluss im Jahr 2017 finden werden.

Die Restaurierungsarbeiten am Reiterstandbild konzentrierten sich in 2016 auf den Untergrund um das Grabmal. Sie verzögerten sich zu Anfang des Jahres, weil die Durchfeuchtung in diesem Bereich größer war als zunächst angenommen (Grundwasserspiegel bei - 1,17 m) und man sich entschloss, den Unterboden vollständig aufzunehmen. Dabei wurde von den Archäologen die Seitenwand einer Grabtumba (?) freigelegt und Bruchstücke des alten Sarkophagsockels gefunden. Die freigelegten Abschnitte wurden sofort wieder mit kapillarbrechendem Material verfüllt.

Nach Vorlage unterschiedlicher Vorschläge für die zusätzliche Belüftung des Untergrundes und mehreren Abstimmungsrunden entschieden sich die Verantwortlichen für drei umlaufende Entlüftungsfugen um das Grabmal. Dabei verläuft die mittlere Fuge in einer Führung innerhalb der historischen Bodenfliesen, die dazu teilweise beschnitten werden müssen. Vor dem Einbringen des Estrichs wurden Kabel für die spätere Beleuchtung des Reiterstandbildes verlegt.

Parallel dazu erfolgte in der Pribislav-Kapelle die Restaurierung von Pferd und Reiter. Hierbei wurden unsachgemäße Altergänzungen ersetzt, brüchige Bereiche gefestigt und Fehlstellen in der Farbfassung durch Retuschen vervollständigt.

Ebenfalls abgeschlossen wurde die Restaurierung von Sattel und Zaumzeug in einer Hamburger Werkstatt.

Nach der Winterpause werden die historischen Bodenfliesen wieder verlegt und die Restaurierungsarbeiten an allen Steinteilen des Grabmals werden fortgeführt.

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung unterstützt gemeinsam mit der Ostseesparkasse Rostock die Restaurierung und Konservierung dieses künstlerisch herausragenden und im Erscheinungsbild außergewöhnlichen Grabmonumentes maßgeblich. Die Eigenmittel stammen aus dem Münsterhaushalt der Kirchengemeinde, einer Zuwendung aus dem Münsterbauverein, dem Denkmalfond der Nordkirche, Patronatsmitteln und einer großen Privatspende.

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter der Rubrik " Restaurierung" auf dieser Homepage.

 

Auch für das Jahr 2017 ist noch weitere finanzielle Unterstützung nötig.

Sollten Sie als Mitglieder, aber auch weitere Personen, die Restaurierung des Reiterstandbildes mit einer Spende unterstützen wollen (auch kleinere Beträge helfen!), überweisen Sie bitte Ihre Spende auf das Spendenkonto des Münsterbauvereins e.V.

IBAN DE97 1305 0000 0505 0258 09, BIC: NOLADE21ROS, Ostseesparkasse Rostock.
Verwendungszweck: Reiterstandbild. Herzlichen Dank für die Unterstützung!
Gerne stellen wir Ihnen auch eine Spendenbescheinigung aus.

 

 

Ältere Spendenprojekte des Vereins


2013 - Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

1.) Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt in den Jahren 2012 und 2013 Maßnahmen am Doberaner Münster. Inklusive Eigenmitteln des Münsters stehen insgesamt 225.000 € zur Verfügung.

Folgende Maßnahmen sind vorgesehen.

  • Einrüsten des Dachreiters, Restaurierung der Bekrönung, Kontrolle des Dachreiters und, wo erforderlich, Instandsetzung der Kupferdeckung
  • Ergänzung von Zugankern im Hauptdachraum zur Ableitung der Dachlasten
  • Wiederherstellen des Schlagwerks an der Westfassade mit Instandsetzen der Überdachung, der Uhr und der angrenzenden Fassadenbereiche
  • Notsicherung des mittelalterlichen Gestühls

 

2.) Restaurierung des Reiterstandbildes Samuel von Behr

Die Kirchgemeinde hat bei der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und bei der OSPA-Stiftung einen Antrag auf Förderung für die Restaurierung des Reiterstandbildes in der nördlichen Kapelle des Chorumganges gestellt. Falls dem Antrag entsprochen wird, kann mit den Restaurierungsarbeiten noch 2013 begonnen werden.

Das Reiterstandbild mit Baldachin, ein Werk der Spätrenaissance weist erhebliche Schäden, insbesondere durch Salzbelastung auf. Neben der Restaurierung des Monuments sind die Instandsetzung des Fußbodens und die Restaurierung des schmiedeisernen Gitters vorgesehen. 

 

3.) Fortführung der Restaurierung des Tryptichons „Kreuzigung Christi durch die Tugenden“

Auf Grund einer privaten Spende ist es möglich, am Tugendenaltar weitere restauratorische Arbeiten auszuführen. Die Arbeiten beschränken sich auf eine Reduzierung von Störungen des Rahmens an den Innenseiten des Altars verursacht durch den flickenartigen Erhaltungszustand.

 

 

2012 - Guss von zwei neuen Münsterglocken

Am 29.04.2012 war es soweit. Die beiden neuen Glocken wurden bei einem Festgottesdienst geweiht.

Am 5. August 2011 war die neue große Münsterglocke, am 25. November 2011 die kleinere in der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe gegossen worden. Vertreter aus Bad Doberan, der Kirchgemeinde, dem Münsterbauverein, dem Münster-Führungspersonal und dem Klosterverein hatten die feierlichen Ereignisse miterlebt. 1200 Grad Celsius heiße Bronze ergoss sich im Gießprozess über gemauerte Kanäle in die Glockenformen.

Nach der Glockenweihe war die Besichtigung der Glocken im Dachreiter möglich. Der Glockensachverständige Claus Peter (Hamm) hielt einen Fachvortrag, in dem Interessantes zur Geschichte des Geläuts, der Gestaltung der neuen Glocken und dem Glockenguss zu erfahren war. Hintergrundinformationen zum Geläut können Sie auf der Internetseite des Münsters www.muenster-doberan.de erfahren.

Inklusive Läutemaschinen, Neuverlegung der Elektroversorgung in den Dachbereich, Aufhängung, Montage und Überführung der Friedhofsglocke hat der Neuguss der Glocken ca. 45.000 Euro gekostet. Ein Großteil dieser Summe ist in den letzten drei Jahren durch verschiedene Aktionen und durch Spenden zusammen gekommen. Mit dem Guss von zwei neuen Bronzeglocken und den damit verbundenen Maßnahmen wurde ein hochqualitatives Geläut geschaffen, welches einerseits mehr Möglichkeiten im Rahmen einer neuen Läuteordnung für die gottesdienstliche Nutzung eröffnet und bei entsprechender Wartung und Pflege für Generationen Bestand haben kann.

 

2012 - Sanierung des Uhrenschlagwerks an der Westfassade

Die große, mehr als 500 kg schwere Stundenglocke für das Schlagwerk des Uhrwerkes am Doberaner Münster und die schadhafte Halterung und Aufhängung wurden 2011 von einem Kran demontiert und aus ca. 30 Meter Höhe herabtransportiert.

Am 11.05.2012 wurde von der zerschellten Viertelstundenglocke in der Glockengießerei in Karlsruhe eine Kopie gegossen. Wieder hatten Gemeindemitglieder und Vereinsmitglieder die Möglichkeit den Glockenguss in Karlsruhe mitzuerleben.

Die Stundenglocke, das fragmentarische Original der Viertelstundenglocke und deren Faksimileguss stehen bis zur Montage im Jahr 2013 im Kirchenraum und können aus nächster Nähe betrachtet werden.

 

2011 - Spendenprojekte

Nach der Restaurierung der Wandmalerei und dem Einbau der instand gesetzten hölzernen Ausstattung wurden im Jahr 2011 die Arbeiten im Beinhaus fertig gestellt. Durch die umfangreichen Arbeiten in den letzten Jahren (Instandsetzung des Umfassungsmauerwerkes, Erneuerung bzw. Restaurierung der Verglasung und der Totenleuchte, Einbau einer Temperieranlage, Restaurierung des Altars, der Wandmalerei und der hölzernen Ausstattung) wurde die Substanz nachhaltig gesichert, und es wurde ein weitestgehend geschlossener Gesamteindruck erreicht. Diese Maßnahmen wurden mit Eigenmitteln und Zuwendungen von Bund und Land finanziert.
Im August 2011 wurde die neue große Glocke für das Geläut des Münsters gegossen. So konnte die Glockenweihe am 29. April 2012 erfolgen. Der Münsterbauverein hat die Kirchgemeinde bei der Finanzierung des Neugusses zweier Glocken mit 2.000,00 € unterstützt.

Restaurierung des Hochaltars: Der Verein startete im Jahr 2007 eine Spendenaktion, um die Konservierung und Restaurierung der Farbfassung am Hochaltar als ältestem Flügelaltar der Kunstgeschichte (um 1300) maßgeblich zu unterstützen. Diese Restaurierung konnte aufgrund zahlreicher Spenden und Patenschaften im Jahr 2011 erfolgen.

Der Altar stellt in mehreren geschnitzten Bildern Begebenheiten aus dem Leben Jesu dar, angefangen von der Verkündigung bis zum Tod am Kreuz und der Auferstehung.

Seit der letzten umfassenden Restaurierung, die bereits mehr als 150 Jahre zurück liegt, kommt es zunehmend zu Farbschichtabhebungen und weiteren Schäden an der Farbfassung insbesondere an dem für den Kirchenbesucher nicht einsehbaren Bereich rückseitig sowie zu Schäden durch rostende Beschläge und abgelöste Leinenbeklebung insbesondere im unteren Bereich des Altarschreins.

 

2009 - Restaurierung des Kreuzaltars

Nachdem in den letzten Jahren mehrere Projekte auch durch die Unterstützung des Bauvereins und dessen Mitglieder realisiert wurden, galt es für das Jahr 2009, den Kreuzaltar aus der Zeit um 1360/70 zu restaurieren.

Der doppelseitige zwölf Meter hohe Altar entstand unter der Leitung einer böhmischen oder süddeutschen Werkstatt, unter der Mitwirkung des bedeutenden norddeutschen Meisters Bertram von Minden.

Der Münsterbauverein Bad Doberan e.V. und die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde am Doberaner Münster sind sehr dankbar, dass die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostseesparkasse Rostock die Restaurierung und Konservierung des monumentalen Kreuzaltars maßgeblich unterstützt hat und diese damit erst möglich machte.

Schäden am Gesamtwerk gab es an der Farbfassung, insbesondere an der Fassung der Fragmente der Tafelbilder und den Rahmen der Altarflügel, überdies starke Ablösungen des Kreidegrundes, sowie Schäden an den silberfarbenen Metallauflagen der Fugen, weiterhin partielle Absplitterungen, gelöste Brettfugen und starke Verschmutzungen.