• Hochaltar Ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte
28.10.2016

Restaurierung auf Hochtouren

Sonderförderung durch die Bundesrepublik Deutschland

Am Doberaner Münster sind weiterhin umfängliche Baumaßnahmen im Gange. Dankenswerterweise ermöglicht vor allem durch eine Sonderförderung der Bundesrepublik Deutschland.

Eine Teilmaßnahme, die Sanierung eines Fensters am südlichen Obergaden (Foto 5) konnte in der vergangenen Woche abgeschlossen werden. Die im unteren Bereich im späten 19. Jahrhundert neugemauerte Rippe aus Ziegel-Formsteinen waren gerissen und damit die Standsicherheit der Konstruktion gefährdet. Das Mauerwerk wurde zwischenzeitlich aus neuen Formziegeln aufgemauert, die ausgebauten Fensterfelder wieder eingebaut.
Die Maßnahme umfasst weiterhin Arbeiten an der Dachkonstruktion, den Fassaden, insbesondere an der Westwand des nördlichen Seitenschiffs sowie an der Nordwand des nördlichen Seitenschiffs und des nördlichen Obergaden (Foto1).


Überdies geplant ist die weitere Sanierung der Unterbauten des mittelalterlichen Chor- und Laiengestühls (ab ca. 1280). In der kommenden Woche beginnt zudem die Teilrestaurierung des Sakramentshauses (um 1360/70 - Foto 3+4). Das 11,60 m hohe Schnitzwerk, in der Klosterzeit Aufbewahrungsort geweihter Hostien, das älteste Beispiel der freistehenden Sakramentstürme in Deutschland, ist bereits eingerüstet. Es erfolgen auch Arbeiten im Fußbodenbereich (Foto 2).

Finanzierung: Gesamtinvestition 250.000 Euro
125.000 Euro Förderung der Bundesrepublik Deutschland durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines
Beschlusses des Deutschen Bundestages aus dem Sonderförderprogramm für National Bedeutende Denkmale in Ostdeutschland (Invest Ost)

125.000 Euro Eigenmittel aus dem Münsterhaushalt, Spenden, Zuwendungen aus dem Münsterbauverein und Patronatsmitteln der Kirche.

Parallel erfolgt die weitere Restaurierung des Reiterstandbildes, die nicht über das zuvor benannte Förderprogramm, sondern maßgeblich durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Ostseesparkasse Rostock unterstützt wird.

Martin Heider