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18.05.2017

Sonderführungsreihe "500 Jahre Reformation"

"Das Doberaner Münster im Jahrhundert der lutherischen Reformation" - 18. Mai 16 Uhr

Doberaner Münster:

Start einer Sonderführungsreihe "500 Jahre Reformation"

"Das Doberaner Münster im Jahrhundert der lutherischen Reformation" ist der Titel einer neuen Sonderführungsreihe im Doberaner Münster. Anlässlich des Reformationsjubiläums werden monatlich bis in den Herbst verschiedene Zeiteinheiten und Themen des 16. Jahrhunderts vorgestellt. Die erste thematische Sonderführung mit Münsterkustos Martin Heider findet am Donnerstag, dem 18. Mai um 16 Uhr im Doberaner Münster statt.

Dabei geht es um die Frage, wie sich die ehemalige Klosterkirche und das gesamte Kloster in dieser Zeit fundamentalen Wandels entwickelten. Diese erste Führung beginnt mit der Zeit der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert, dem Vorabend der Reformation. Die folgenden Termine führen schrittweise weiter über das Jahr der Veröffentlichung Luthers Thesen, 1517, bis zur Auflösung des Klosters im Jahr 1552.

In den Ausführungen sind neben den Doberaner Verhältnissen die Zustände in Kirche, der Region, im Land, im Reich sowie im Zisterzienserorden mit im Blick. In der zu Doberan vorliegenden Literatur wurden diese Zeit und die damals entstandene Kirchenausstattung bislang meist nur punktuell bzw. in anderen thematischen Zusammenhängen behandelt. Hier sollen nun auch weniger bekannte bzw. nicht berücksichtigte Literatur, Urkunden, Akten und Sachverhalte vorgestellt werden.

In Teil 1 dieser Reihe geht es um das Spannungsfeld zwischen den Idealen der Frühzeit des Zisterzienserordens und der Wirklichkeit im späten Mittelalter in Doberan sowie um Fragen zum Leben der Mönche in dieser Zeit.
Doberan entwickelte sich offenbar um das Jahr 1500 vom Ordensideal fort. Dadurch erwuchs bei den mecklenburgischen Fürsten noch vor und unabhängig von der lutherischen Reformation ein Reformeifer. Wie ist dieser einzuordnen?
Als Hauskloster des mecklenburgischen Fürstenhauses spielte die Abtei auch im späten Mittelalter eine besondere Rolle im Land, wovon noch heute zahlreiche Grablegen und Epitaphien, aber auch Fenster und weitere erhaltene bzw. in den Quellen überlieferte Ausstattungsstücke zeugen.

Die Veranstaltung beginnt im Münster mit einer thematischen Einführung in Form einer Bild-Text-Präsentation mit anschließendem Rundgang.

Der Eintritt ist frei. Spenden zur anteiligen Finanzierung einer Publikation zum Doberaner Münster und der Reformationszeit werden erbeten. Der zweite Termin dieser Reihe ist für den 15. Juni geplant.

Weitere Termine und aktuelle Informationen werden auf der Münsterhomepage unter www.muenster-doberan.de veröffentlicht.

Martin Heider


Fotos: Herzog Magnus II. (Regierungszeit 1477-1503 - Foto 1) von Mecklenburg strebte gemeinsam mit seinem Bruder Herzog Balthasar (Foto 2) um das Jahr 1500 nach Reformen in den mecklenburgischen Klöstern, so auch urkundlich belegt für das Kloster Doberan. Die Fotos zeigen die Totenstandbilder im Doberaner Münster.