• Hochaltar Ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte
29.11.2012

Vortrag zur hochmittelalterlichen Ausstattung am 29.11.

Thema: Aspekte der hochmittelalterlichen Ausstattung des Doberaner Münsters im europäischen Kontext - Referent: Dr. Markus Hörsch.

Zeit und Ort: 29.11.2012 19.30 im Gymnasium Friderico Francisceum Bad Doberan

Die Klosterkirche von Doberan hat ihre hochgotische Ausstattung des 13./14. Jahrhunderts weitgehend bewahrt. Der Mönchschor verfügt mit Hochaltarretabel, Sakramentsturm, Chorgestühl und Levitenstuhl, Kelch- und Kredenzschrank bis heute über seine wichtigsten Funktionselemente, ebenso der Konversenchor mit doppelseitigem Kreuzaltar, Triumphkreuz und Konversengestühl.

Aus einem Vergleich mit anderen im europäischen Raum vorhandenen Kirchenausstattungen weist Dr. Hörsch nach, dass die hochgotische Ausstattung des Doberaner Münsters in vielen einzelnen Stücken, aber besonders in ihrer Gesamtheit einmalig ist.

Dr. Markus Hörsch wurde 1960 in Nürnberg geboren. Zwischen 1980 und 1987 absolvierte er das Studium der Kunstgeschichte, Germanistik, Volkskunde in Münster/W. und Bamberg. 1991 promovierte er an der Technischen Universität Berlin, die Dissertation hat die Grabkirche Margarethes von Österreich, Regentin der Niederlande, in Brou bei Bourg-en-Bresse zum Thema. Er war wissenschaftlicher Assistent an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, von 2006–2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. Von 2002 bis 2006 und seit 2008 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geisteswissenschaftlichen Zentrum für  Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) an der Universität Leipzig.
Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Bildkünste und Architektur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Kulturtransferprozesse in Mitteleur opa und Hofkultur. Er ist Mitherausgeber der Studia Jagellonica Lipsiensia (Thorbecke Verlag Ostfildern).

Seit 2011 ist Dr. Hörsch, der selbst mehr als 400 Zisterzienserklöster untersucht hat, als Fachberater der Doberaner Arbeitsgruppe Welterbe tätig und verfasste die ca. 40seitige Begründung zum Welterbeantrag unter dem Titel „Die hochgotische Ausstattung des Doberaner Münsters“.

Einen Einblick in die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen bietet der Vortrag am 29.11., zu dem der Klosterverein und der Münsterbauverein herzlich einladen.