• Hochaltar Ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte
03.08.2012

110 Besucher zum Fachvortrag zu Grabplatten

Inschriftenexpertin referierte in Bad Doberan über Grabplatteninschriften - Verdeckte mittelalterliche Mosaiktäfelchen und Inschriften wurden erstmals Besuchern gezeigt

 

Am 2. August 2012 um 18 Uhr fand im Rahmen der großen Ausstellung zu den Grabplattenabrieben aus englischen und deutschen Kirchen im Doberaner Münster ein öffentlicher Vortrag statt. Thema: Zwischen Kloster und Welt: Die mittelalterlichen Grabplatten des Klosters Doberan. Referentin des überaus stark besuchten Vortrags mit viel Wissenswerten über die Doberaner Grabplatten war Dr. Christine Magin (Greifswald).

Dr. Christine Magin – zur Person: Nach dem Studium der Fächer Anglistik, Geschichte, Pädagogik und Politikwissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen folgte ein Aufenthalt in Manchester.

Nach dem Ersten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien folgte ab 1989 die Promotion im Fach Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Göttingen.

Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin in mehreren Projekten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, so am Projekt 'Sprache und Kommunikation in Hexereiverhör-Protokollen (1580-1650)'.

1999 wird ihre Dissertation über den Status der Juden in spätmittelalterlichen deutschen Rechtsbüchern publiziert.

Nachdem Sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Akademie der Wissenschaften in Düsseldorf tätig war, hat Frau Dr. Christine Magin seit Mai 2002 die Leitung der Arbeitsstelle Inschriften (Akademie der Wissenschaften zu Göttingen) an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald inne.

Aktuelles Projekt sind die Stralsunder Inschriften vom späten 13. Jh. bis 1650. Die Publikation soll 2016 erfolgen.

Die Themenschwerpunkte ihrer Arbeit sind Epigrafik des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Paläografie (Lehre von alten Schriften); Geschichte der christlich-jüdischen Beziehungen, spätmittelalterliche Rechtsgeschichte. 

Sie hat zahlreiche Publikationen zur Epigrafik herausgebracht bzw. daran mitgewirkt. "Die Inschriften der Stadt Greifswald" wurden im Jahr 2009 publiziert.

Im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung wurden erstmals die neuzeitlichen Schutzgitter über den beiden mittelalterlichen Gräbern im Chorraum geöffnet. Die Gräber von Herzog Heinrich II. (dem Löwen) von Mecklenburg (†1329) und der Jutta von Anhalt (?) sind mit mittelalterlichen, zum Teil figürlich und mit Inschriften umgebenen Mosaiktäfelchen abgedeckt.