• Hochaltar Ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte
02.12.2004

Der Marienleuchter im Münster Teil 1

Text der Münsterverwaltung für das Tourismusheft Ostsee Exclusiv vorab auf der Internetseite des Münsters - Teil 1:

Eines der bedeutendsten Bauwerke auf der Europäischen Straße der Backsteingotik ist das Bad Doberaner Münster. Durch die Abgeschiedenheit und Vergessenheit Doberans mit der Auflösung des Klosters im Jahre 1552 gingen Erneuerungsphasen, wie die der Renaissance, des Barock und des Rokoko an der ehemaligen Klosterkirche weitestgehend vorbei. Außerdem blieb die Innenausstattung von Kriegswirren und Bilderstürmen verschont. Somit hat die Doberaner Kirche die reichste mittelalterliche Originalausstattung aller Zisterzienserklosterkirchen weltweit.

In dieser und den folgenden Ostsee-Exklusiv-Ausgaben werden einzelne mittelalterliche Ausstattungsstücke vorgestellt. Heute ist das der Marienleuchter, der seit der Restaurierung vor 20 Jahren wieder an seinem Originalplatz, im Chorraum der ehemaligen Klosterkirche hängt.

Der Leuchter, wie er in heutiger Form zu finden ist, entstand in zwei Stilepochen: der spätromanisch-frühgotischen Zeit um 1300 und der hochgotischen Zeit nach 1400.

Die Madonna mit dem Christuskind ist der älteste Bestandteil. Es handelt sich um eine der frühesten Mondsichelmadonnen Deutschlands. Die eichenhölzerne Figur stand ursprünglich, etwa ab 1300, als Zentralbild in der Mittelnische des Hochaltars, wurde also für ein anderes Ausstattungsstück geschaffen. Dies ergab eine Stellprobe im Hauptaltar durch den Restaurator Johannes Voss im Jahre 1982.

Fortsetzung folgt.