• Hochaltar Ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte
03.11.2004

58 Glaselemente eingesetzt

Die Ostsee-Zeitung berichtete am Mittwoch, dem 06. Oktober 2004 aus Bad Doberan:

Die derzeitige Sanierung von fünf bleiverglasten Fenstern des Doberaner Münsters entwickelte sich günstiger als gedacht. So können noch fünf weitere Fenster bis Jahresende restauriert werden. Der Grund dafür ist allerdings nicht so erfreulich: Die Auftragslage bei den Fachfirmen ist zurzeit schlecht - die Preise für Restaurierungs-Service wurden darum gesenkt.

360 000 Euro umfasst das Gesamtsanierungsprojekt 2004 (Fenster und Grabplatten), welches mit 27 Prozent vom Land und 33 Prozent vom Bund gestützt wird. Die Differenz zahlt die Kirchgemeinde. "Gelder von Führungen, Benefiz-Konzerten und Spenden, allein 10 000 Euro kommen jährlich von Privatpersonen dazu", informiert Verwalter Martin Heider. Gestern wurden die Arbeiten an einem der zwei 20 Meter hohen Fenster über dem Haupteingang des Münsters abgeschlossen. Dazu war im Voraus der Ausbau von 58 Feldern des Fensters notwendig. Das Bleinetz zwischen den Glaselementen zeigte sich dabei bedeutend schadhafter als erhofft. "Es musste viel ganz erneuert werden", so der 63 Jahre alte Restaurator Kurt Stugis aus Altlandsberg. Für das Ersetzen von fehlenden Glasteilen ist Glasmalerin Gisela Stugis zuständig. Bis Mitte Oktober sollen die Arbeiten an beiden Eingangs-fenstern abgeschlossen sein. Das Doberaner Münster verfügt über 70 Fenster. Davon wurden bereits 18 in den vergangenen drei Jahren restauriert.

Allerdings müsse man nicht alle erneuern, der Zustand sei unterschiedlich, einige Fenster stammen noch aus dem Mittelalter, einige bereits aus dem 19. Jahrhundert.