• Hochaltar Ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte

Das Münster zu Bad Doberan, Johannes Voss . Jutta Brüdern

Im Jahr 2008 konnte Johannes Voss (+ 30.11.2012) die Fülle seines Wissens um das Münster in einem 160seitigen großen Kunstführer des Deutschen Kunstverlags „Das Münster zu Bad Doberan“ publiziert werden. Dabei wurden die Ausstattungsstücke aus liturgischer, kunsthistorischer und werklicher Sicht beschrieben, ein wichtiges Werk für uns und folgende Generationen.

 

Eines der beeindruckendsten Bauwerke an der „Europäischen Straße der Backsteingotik“ ist das 1369 geweihte Doberaner Münster. In keiner anderen Zisterzienserklosterkirche ist europaweit eine so vollständige Ausstattung erhalten geblieben. Die 1171 in Doberan gegründete Abtei hatte bereits im Mittelalter als erstes mecklenburgisches Kloster  und landesfürstliche Hauptgrablege höchste landespolitische Bedeutung. Darüber hinaus wurde sie zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Entwicklung Mecklenburgs. Augenfällig bezeugen Bau und Ausstattung des Münsters diese Position. Dank der Obhut des Fürstenhauses blieb die Kirche auch nach der Auflösung des Klosters 1552 vor Kriegswirren und radikaler Umgestaltung weitgehend verschont.

 

Der "Große DKV-Kunstführer" bietet mit seinen weit über hundert aktuellen und historischen Abbildungen eine umfassende Darstellung der Bau- und Ausstattungsgeschichte des Münsters und dessen Bedeutung bis in die Gegenwart hinein - so beispielsweise den Hochaltar, eines der ältesten Reliquienretabel, und den monumentalen Kreuzaltar, dessen Doppelseitigkeit einmalig ist. Ein Rundgang am Schluss des Buches stellt jedes Kunstwerk noch einmal einzeln vor und verweist auf die entsprechenden textstellen und Illustrationen in den vorangegangenen Kapiteln.

 

Johannes Voss, seit 1956 Restaurator, u.a. an der Wiedereinrichtung der Dome und Stiftskirchen in Halberstadt, Magdeburg und Quedlinburg beteiligt; seit 1965 Werkstattleiter am Institut für Denkmalpflege Schwerin; 1968-84 Lehrbeauftragter an den Kunsthochschulen Berlin und Dresden. Seit 1975 leitete er die Restaurierungsarbeiten am Doberaner Münster, die er auch nach seiner Pensionierung (1999) und bis wenige Wochen vor seinem Tode im November 2012 weiterhin betreute.

 

Jutta Brüdern war seit 1968 Fotografin des Lehrstuhls für Kunstgeschichte an der TU Braunschweig (Prof. Dr. Martin Gosebruch). Sie absolvierte ein Studium der Kunstgeschichte und machte mehrere Studienreisen nach Frankreich und Italien. 1972 Prüfung zur Fotomeisterin; Fortbildung bei Altmeister Max Baur, vormals Potsdam und Aschau/Oberbayern. Seit 1987 ist sie in Braunschweig als selbstständige Fotografin tätig.  

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